Endlich, Sommer! So schön das derzeitige Wetter ist, so gefährlich kann sie leider auch für Hunde sein. Erreicht die Körpertemperatur der Vierbeiner über 43 Grad, wird es für sie sogar lebensbedrohlich. Und auch vor Sonnenbrand sind Hunde tatsächlich nicht gefeit, auch wenn er aufgrund ihres Fells bei ihnen seltener vorkommt. Was Sie tun können, um Ihren Vierbeiner zu schützen und notfalls Erste Hilfe zu leisten, haben wir zusammen mit www.dankedoc.de/" target="_blank">www.dankedoc.de für Sie herausgefunden.

Unterschätztes Risiko

Hohe Außentemperaturen, eine geringe Luftfeuchtigkeit und körperliche Anstrengung sind Faktoren, die – insbesondere in Kombination mit Stress – zu einer Überhitzung des Vierbeiners führen können. Die Körpertemperatur, die beim Hund zwischen 37,7 und 39,2 °C liegt, kann in solchen Fällen bis auf Temperaturen über 41,0 °C ansteigen. Besonders hitzschlaggefährdet sind sehr junge, aber auch alte und kranke Tiere, insbesondere dicht behaarte, langhaarige oder dunkle Rassen. Besonders anfällig für einen Sonnenbrand sind dagegen Hunde mit einem hellen oder einem besonders dünnen Fell sowie frisch geschorene Vierbeiner. Generell sind Körperstellen, die wenig behaart sind, anfälliger für einen Sonnenbrand. Dazu zählen Maul, Ohrenränder, Nasenrücken und die gesamte Bauch- und Leistengegend.Typische Symptome eines Hitzschlags beim Hund sind:

  • vermehrtes Hecheln
  • Unruhe
  • Schwäche und Koordinationsstörungen
  • Erbrechen und stark gerötete Maulschleimhäute
  • Krämpfe und Bewusstlosigkeit

Typische Symptome eines Sonnenbrands sind:

  • Rötungen der Haut
  • starker Juckreiz und damit verbundenes Kratzen des Vierbeiners an betroffenen Stellen

So beugen Sie vor

Die häufigste Ursache für einen Hitzschlag bei Hunden ist das Zurücklassen des Vierbeiners im Auto. In der prallen Sonne kann sich das Fahrzeug bereits nach zehn Minuten von 24 auf über 50° C aufheizen. Lassen Sie Ihren Liebling daher niemals unbeaufsichtigt in Ihrem Fahrzeug. Nehmen Sie bei längeren Autofahrten immer genügend Wasser für Ihren Hund mit und sorgen für eine ausreichende Luftzirkulation. Bei hohen Temperaturen im Sommer gilt außerdem: Lange, ausgiebige Spaziergänge sollten am besten in der frühen Morgen- oder späten Abendzeit stattfinden. Lassen Sie Ihrem Hund generell genug Zeit beim Spazieren und legen Sie im Zweifel an einem kühlen Plätzchen eine Pause ein. Vor einem Sonnenbrand schützen Sie Ihren Vierbeiner am besten, indem Sie lange Sonneneinstrahlung vermeiden. Achten Sie also darauf, dass Ihr Hund nicht für lange Zeit in der prallen Sonne liegt oder tobt. Natürlich können Sie die für Sonnenbrand anfälligen Hautpartien Ihres Hundes auch mit einem Sonnenschutz eincremen. Achtung: Parfümierte Sonnenschutzmittel für Menschen enthalten oft für Hunde gefährliche Inhaltsstoffe wie Silikone, Para-Aminobenzoesäure und Farb- und Konservierungsstoffe. Im Tierfachhandel finden Sie häufig geeignete Sonnencremes speziell für die Fellnasen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Bemerken Sie Symptome eines Hitzschlags bei Ihrem Vierbeiner, bringen Sie ihn sofort ins Kühle. Ist er noch bei Bewusstsein, wickeln Sie ihn in ein feuchtes Handtuch. Hierbei aber kein eiskaltes Wasser benutzen, da dies den Kreislauf zu stark belastet. Bieten Sie Ihrem Vierbeiner zudem lauwarmes Wasser an. Nach dieser Erste-Hilfe-Leistung suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Achten Sie auch während der Fahrt darauf, Ihren Hund weiter kühl zu halten. Ist er nicht mehr bei Bewusstsein, legen Sie Ihren Vierbeiner zuerst auf die rechte Seite, damit das Herz entlastet wird. Strecken Sie Kopf und Hals und gucken nach, ob sich Erbrochenes im Maul befindet und entfernen Sie es gegebenenfalls. Danach sollten Sie Ihren Vierbeiner ebenfalls in ein kühles Tuch wickeln und sofort zum Tierarzt bringen. Hat Ihr Vierbeiner sich einen Sonnenbrand geholt, können Sie als Erstmaßnahme Aloe Vera auf die betroffene Stelle auftragen. Genau wie bei uns Menschen wirkt sie kühlend und entzündungshemmend. Sollte sich die betroffene Stelle nicht nach einigen Tagen erholen, suchen Sie einen Tierarzt auf.

Gastautorin Dr. Jennifer Nehls: Frau Nehls studierte an der Tierärztlichen Hochschule Hannover Tiermedizin. Sie absolvierte eine 2-jährige Weiterbildung für Physiotherapie und Physikalische Therapie für Kleintiere und arbeitete als Assistenztierärztin in einer großen süddeutschen Kleintierklinik. Seit einigen Jahren arbeitet sie als Redakteurin für tiermedizinische Verlage und kombiniert heute theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung in ihrem Arbeitsalltag als Medizinjournalistin.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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