Perserkatzen zeichnen sich nicht nur durch ihren geschmeidigen Gang, sondern bestenfalls auch durch ein geschmeidiges Haarkleid aus. Damit dies allerdings auch so bleibt, bedarf es der richtigen Fellpflege bei Perserkatzen. Wie dies bei Ihrem langhaarigen Liebling funktioniert, beantworten wir Ihnen in diesem Artikel.


Inhaltsverzeichnis:


Grundsätzliches zur Fellpflege bei Perserkatzen

Langhaarkatzen sind beliebt für ihr langes und sehr flauschiges Fell. Das bedingt jedoch, dass die Haare bei ihnen nicht einfach ausfallen, sondern im Fell hängen bleiben. Dadurch entstehen zunächst kleine Filzknoten, die mit der Zeit immer größer werden. Deshalb ist die Fellpflege bei Perserkatzen enorm wichtig für ein gesundes Katzenfell. Sie sollten Ihren Liebling mindestens einmal am Tag für wenigstens 15 Minuten bürsten – vor allem während des Fellwechsels. So haben die langen Haare erst gar keine Chance zu verfilzen. Ist es doch einmal zu spät geworden, gibt es Entfilzungssprays um die hartnäckigen Knoten zu lösen. Ansonsten können Sie eine stark verfilzte Stelle auch vorsichtig mit einer Schere mit abgerundeten Ecken rausschneiden.

Die passende Bürste und die korrekte Technik sind das A und O für die richtige Fellpflege bei Perserkatzen. Dabei ist vor allem wichtig, dass Sie niemals gegen den Strich kämmen. Das kann Katzen aggressiv stimmen und sie suchen das Weite. Außerdem verfilzt das Fell dadurch leichter. Neben der korrekten Technik, spielt auch die passende Bürste eine große Rolle. Lassen Sie sich am Besten in einem Fachhandel beraten, welche Bürste die richtige für Ihre Samtpfote ist. Lachsöl (z.B. in Form von Kapseln) gehört ebenfalls zu einer guten Fellpflege bei Perserkatzen und trägt von innen zu einem glänzenden Haarkleid bei.

Wenn das Langhaarfell einer Katze erst einmal stark verfilzt ist, bleibt oftmals nur noch der Gang in die Tierarztpraxis, damit die Filzknoten entfernt werden können. Das ist Stress für die Katze und kann in manchen Fällen auch schmerzhaft sein. Deswegen muss Ihr Liebling dazu in der Regel in Narkose gelegt werden. Da dies nicht nur risikobehaftet sondern auch teuer ist, lohnt es sich, Zeit und Geduld in die Fellpflege Ihrer Perserkatze zu investieren.

Fellpflege bei Perserkatzen – Wie mache ich es richtig?

Für die Fellpflege bei Perserkatzen nutzen Sie im ersten Schritt am besten einen Metallkamm mit abgerundeten Spitzen zur Entwirrung kleinerer Knoten im Fell. Der Schwanz sollte jedoch nie gekämmt, sondern nur gebürstet werden, um die langen Schwanzhaare nicht auszureißen. Danach bürsten Sie die Unterwolle mit einer Zupfbürste glatt und entwirren das kurze und das darüber liegende lange Fell. Zu guter Letzt bürsten Sie das Fell mit einer Naturhaarbürste. Sie verleiht dem Fell einen besonderen Glanz. Insbesondere am Bauch sind Katzen empfindlich und reagieren auf das Bürsten oft etwas „allergisch“. Seien Sie dort deswegen besonders vorsichtig. Legen Sie Ihre Katze dazu außerdem nicht zwanghaft auf den Rücken, das mag sie gar nicht. Stellen Sie sie stattdessen auf einen Tisch oder nehmen sie auf den Arm, um den Bauch zu bürsten. Damit im langen Fell rund um den Po keine Kotreste hängen bleiben und für Unannehmlichkeiten sorgen, sollten Sie das Fell in dem Bereich regelmäßig stutzen. Vergessen Sie am Ende nicht, Ihre Katze mit einer Nascherei oder einer Streicheleinheit zu belohnen.

Ist Ihnen die Fellpflege bei Perserkatzen zu aufwendig, aber Sie wollen dennoch eine Langhaarkatze, ist die Türkisch Angora eine Alternative. Ihr Unterfell verfilzt nicht so schnell. Oder Sie weichen auf die Exotische Kurzhaarkatze aus. Sie hat zwar kurzes Fell, ist charakterlich aber genau wie Perserkatzen und besitzt ebenfalls das rundliche Gesicht. Bedenken Sie jedoch, dass die rassetypische kurze Nase zu Atemproblemen führen kann.

Hilfe bei unwilligen Katzen

Damit das tägliche Wellnessprogramm nicht zum Kampf wird, gewöhnen Sie Ihre Katze am besten schon im jungen Alter an die Fellpflege und bauen es als tägliche Routine in den Alltag ein. Kitten können die Fellpflege so spielerisch und mit Neugier kennen lernen. Bei Katzenbabys ziept nichts, weil die Haare noch nicht so lang sind und man ist schnell fertig. Wichtig ist, dass Sie immer ein Belohnungsleckerli zur Hand haben und Ihre Samtpfote nur so lange kämmen, wie sie es duldet. Je größer das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner ist, desto eher wird sie die Prozedur über sich ergehen lassen. Zwingt man eine Katze zu etwas, wird sie schlechte Erfahrungen damit verbinden und man hat es in Zukunft noch schwerer. Gehört Ihr Liebling trotzdem zu den Katzen, die allein beim Griff zur Bürste schon das Weite suchen? Versuchen Sie ihr die Fellpflege schmackhaft zu machen. Bei empfindlichen oder unwilligen Katzen empfiehlt es sich, einen Fellpflegehandschuh, eine Naturhaarbürste oder eine Massagebürsten aus Gummi zum Kämmen zu benutzen. Die Tiere empfinden die Fellpflege dann mehr als angenehme Streicheleinheiten.

Foto: © Telekhovskyi/fotolia.com

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