Worauf muss bei nackten Katzen besonders geachtet werden

Nacktkatzen sind aus einer genetischen Mutation entstanden. Es gibt drei Nacktkatzenrassen: die Canadische Sphynx, die Don Sphynx und die Peterbald. Im Grunde jedoch ist der Begriff „Nacktkatzen“ gar nicht korrekt, denn die Tiere besitzen einen zarten Haarflaum, der allerdings nicht als Fell sichtbar ist. Wenn Sie überlegen, sich eine Nacktkatze anzuschaffen, sollten sie folgendes wissen:

  • Nacktkatzen frieren nicht leichter als andere Katzen und benötigen daher auch im Winter keine spezielle Kleidung.
  • Die Samtpfoten bekommen nicht leichter einen Sonnenbrand als Menschen oder Katzen mit einem weißen Fell. Achten Sie trotzdem darauf, dass die Katze sich im Sommer in den Schatten oder in die Wohnung zurückziehen kann. Es besteht die Möglichkeit, dass die Katze Sommersprossen bekommt oder dass ihre Haut dunkler wird, wenn sie sich öfters in der Sonne aufhält.
  • Diese Katzenart wird von Flöhen und Zecken weitaus seltener heimgesucht als ihre haarigen Artgenossen.
  • Nacktkatzen haben einen etwas höheren Energiebedarf als andere Katzenrassen und müssen daher mit einem besonders hochwertigen Katzenfutter versorgt werden.
  • Sie können ohne Weiteres zusammen mit anderen Katzenrassen gehalten werden.

Folgende oft verbreitete Meinungen über Nacktkatzen sind falsch:

  1. Es handelt sich bei den Nacktkatzen um eine „Qualzucht“. Diese Aussage ist falsch. Die Tiere leiden nicht unter dem fehlenden Fell und verhalten sich genauso wie ihre pelzigen Artgenossen.
  2. Menschen, die eine Katzenallergie haben, sollten sich eine Nacktkatze halten. - Dies ist ein Irrglaube, denn betroffene Personen reagieren nicht auf das Katzenfell selbst allergisch, sondern auf Bestandteile des Speichels und Urins der Katze.

Die richtige Pflege der Nacktkatze

Spätestens alle zwei Wochen sollten Nacktkatzen gebadet werden, da sich die Hautfette bei ihnen auf der Haut ablagern und nicht über das Fell verteilt werden. Verwenden Sie eine PH-neutrale Seife. Da diese Katzen es von klein auf gewöhnt sind, gebadet zu werden, stellt die Prozedur an sich meist kein Problem dar. Achten Sie auf handwarmes Wasser. Am einfachsten ist es, wenn Sie die Katze in die Duschwanne stellen und sich bereits vorher ein großes trockenes Handtuch bereitlegen. Kleine Tiere können auch im Waschbecken gewaschen werden. Auch die Ohren müssen bei jedem Bad gesäubert werden. Am einfachsten geht dies mit einem Wattestäbchen. Die Krallen Ihrer Nacktkatze sollten regelmäßig gekürzt werden, da die Tiere Säbelkrallen besitzen und sich sonst selbst verletzen könnten. Dies sollte jede Woche, mindestens aber alle zwei Wochen geschehen.

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