Borreliose wird beim Hund durch Bakterien der Art Borrelia burgdorferi ausgelöst. Diese Bakterien werden beim Saugen von Zecken übertragen. Die Erkrankung ist auch unter den Namen Lyme-Borreliose, Lymekrankheit und Lyme disease bekannt.

Wie werden Borrelien übertragen?

Die Borrelien leben im Darm von Zecken. Wenn die Zecke einen Warmblüter (Katze, Hund, Igel, Maus, Mensch u.a.) sticht und Blut saugt, erwärmt sie sich durch das Blut des Warmblüters. Diese Temperaturerhöhung befähigt die Borrelien, vom Darm in die Speicheldrüsen der Zecke zu wandern und von dort in das Blut des Hundes zu gelangen. Dieser Prozess dauert einige Zeit, so dass angenommen wird, dass frühestens 12 Stunden nach dem Stich der Zecke Borrelien übertragen werden.

Symptome einer Borreliose beim Hund

Die Symptome einer Borreliose beim Hund können unterschiedlich sein. Grundsätzlich treten nur bei sehr wenigen Hunden, die sich mit dem Erreger infiziert haben, auch tatsächlich Symptome auf. Bei den meisten Hunden bleibt eine Infektion ohne Folgen, da die Tiere Antikörper entwickeln und die Bakterien erfolgreich bekämpfen. Menschen, die sich mit den Borreliose-Erregern infiziert haben, zeigen häufig Symptome wie Muskelschmerzen, Fieber, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Es wird vermutet, dass diese Symptome auch bei infizierten Hunden auftreten können, jedoch oft unbemerkt bleiben. Die vom Menschen bekannte „Wanderröte“ ist bei Hunden bisher nicht beobachtet worden. Lediglich in sehr wenigen Fällen kann bei Hunden also von einer klinisch manifesten Borreliose gesprochen werden. Als häufigstes Symptom treten dann Gelenkentzündungen auf.

Behandlungsmaßnahmen bei der Borreliose des Hundes

Die Behandlung einer Borreliose ist relativ schwierig, da sich die Krankheitserreger in verschiedenen Zellen des Körpers verstecken und dadurch jederzeit einen neuen Krankheitsschub auslösen können. Grundsätzlich werden Antibiotika eingesetzt, die über einen sehr langen Zeitraum verabreicht werden müssen. Zusätzlich werden häufig Medikamente zur Schmerzlinderung und zur Beseitigung der Entzündungen eingesetzt. Hundehalter, die die Tierarztkosten für eine Borreliose-Behandlung nicht selbst tragen möchten, können sich vor dem ersten Auftreten von Symptomen mit einer Hundekrankenversicherung oder einer Hunde-OP-Versicherung absichern.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.