Aggressive Hunde können uns Menschen herausfordern und überfordern. Findet sich niemand, der sich ihrer annimmt, fristen die Vierbeiner häufig ihr Dasein im Tierheim oder werden aufgrund von Sicherheitsbedenken sogar eingeschläfert. Vanessa Bokr unternimmt etwas gegen das Leid der Vierbeiner und schenkt aggressiven Hunden mit ihrer Hellhound Foundation eine neue Chance. Lesen Sie hier mehr über das Projekt, das Hundepension, Hundeschule und Resozialisierungsstätte in einem ist.

Engagement für aggressive Hunde

Vanessa Bokr hat bereits mit 16 Jahren den ersten Hund vor dem Tod bewahrt. Der anderthalb Jahre alte Schäfermix sollte damals eingeschläfert werden. Die Familie, bei der er damals lebte, wusste nicht mehr, wie sie mit ihm umgehen sollte, da er Familienmitglieder biss und damit vor allem eine Gefahr für die Kinder darstelle. Vanessa Bokr gab dem jungen Hund eine zweite Chance, so wie sie es auch heute noch immer für zahlreiche Vierbeiner tut. Dabei muss sie gelegentlich auch selbst einstecken, so hat beispielsweise eine Bulldogge bereits ihre Oberlippe zerfetzt.

Aggressive Hunde: Opfer und Gefahrenquelle zugleich

In der Hellhound Foundation in der Lüneburger Heide werden bis zu 40 Hunde auf einmal betreut. Sie alle sind verhaltensauffällig geworden, bevor sie hierhergekommen sind. Ein Ziel der Hellhound Foundation ist es, herauszufinden, woraus sich die Verhaltensstörung der Tiere entwickelt hat. Häufig fehlt es den Vierbeinern beispielsweise an Grenzen und Orientierung, während die Besitzer überfordert sind. Hunde, die zu der Hellhound Foundation gebracht werden, erfahren einen professionellen Umgang. In Kursen werden außerdem auch die Halter von schwierigen Vierbeinern für die komplexe Problematik sensibilisiert.

Aggressive Hunde bekommen Hilfe

Einigen Hunden kann nicht mehr geholfen werden, sagt auch Vanessa Bokr, einen Grund zum Einschläfern sieht sie darin allerdings nicht. Auch soll vermieden werden, dass ein Tierheim zur Dauerunterkunft wird, stattdessen soll den Vierbeinern unter Minimierung der Gefahr ein angenehmes Leben ermöglicht werden. Es gibt auch positive Entwicklungen, denn im besten Fall entwickeln sich die Tiere so, dass sie wieder an erfahrene Halter vermittelt werden und ein normales Leben genießen können. Finanziert wird die Hellhound Foundation durch Spenden, die Hundepension und die angebotenen Schulungskurse. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Hellhound Foundation.

Foto: © Anna/Adobe Stock

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