Die feine Nase unserer Hunde
Hunde haben einen extrem feinen Geruchssinn (sie besitzen sogar ungefähr zehnmal so viele Riechzellen wie wir Menschen). Damit ist die Nase das Organ, das unseren Vierbeinern am meisten Leistung bietet und es ihnen ermöglicht, nach wissenschaftlichen Schätzungen zwischen einer Millionen Düften zu unterscheiden. Dieser gute Sinn muss auch genutzt werden! Es ist für unsere feinen Riecher wichtig, sich durch Schnüffeln über ihre Umgebung zu informieren, auch über andere Lebewesen. Sie kommunizieren zum Beispiel miteinander über Düfte, beispielsweise wo sie zuletzt gewesen sind sowie über ihre Paarungsbereitschaft oder ihre Gesundheit. Indem Hunde riechen, kommunizieren sie also – auch wenn das für uns Menschen recht aufdringlich erscheinen mag.
Pheromondrüsen produzieren interessante Gerüche
Für die Kommunikation sondern Hunde bestimmte Duftstoffe ab, sogenannte Pheromone. Auch wir Menschen besitzen von Natur aus Drüsen, die diese Stoffe produzieren. Wir selbst mögen sie zwar nicht bewusst wahrnehmen, doch Hunde riechen sie. Besonders viele dieser Drüsen liegen unter unseren Armbeugen und im Genitalbereich. Da unsere Armbeugen meist für die Tiere schwer zu erreichen sind, ist der Bereich um den Schritt die nächste Möglichkeit für den Hund, mehr über unseren Duft und damit über uns zu erfahren. Wenn ein Hund also an unangenehmen Stellen riecht, können Sie versuchen, es ihm zu untersagen. Wegen seines Interesses mit ihm zu schimpfen, wäre jedoch unfair. Schließlich geht er lediglich seinem Instinkt nach und versucht, mehr über den jeweiligen Menschen herauszufinden.
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