Im medizinischen Bereich erlebt der Marihuana-Markt insbesondere in den USA seit einigen Jahren einen gewaltigen Aufschwung. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch liebende Katzen- und Hundebesitzer ihren Vierbeinern neue Heilungswege eröffnen wollten, doch Tierärzte stehen diesem Trend eher skeptisch gegenüber. Wir haben für Sie einen Überblick.

Medizinprodukt

Cannabis ist als in Deutschland verbotenes Rauschmittel bekannt. Doch während es noch immer in vielen Kreisen als illegale Freizeitdroge gehandhabt wird, erfährt es im medizinischen Bereich einen Aufschwung: Seit 2017 kann der Wirkstoff in Deutschland legal an Schwerkranke verschrieben werden, da es beispielsweise bei chronischen Schmerzen und Erkrankungen wie Arthritis oder Epilepsie helfen soll.

Zugänglichkeit auch für Tiere

Auch in den USA ist der Konsum zu medizinischen Zwecken inzwischen in mehr als 30 Bundesstaaten erlaubt. Mit steigender Beliebtheit des natürlichen Medizinprodukts für Menschen entwickelt sich ein weiterer Trend: Cannabis für Hunde und Katzen. Denn Halter, denen das medizinische Produkt geholfen hat, wollen es auch für ihren vierbeinigen Liebling haben. Dafür fehlt jedoch die rechtliche Grundlage, weshalb es bereits an einer ausreichenden Beratung scheitert.

Viel Begeisterung und viele Unsicherheiten

Das für Hunde- und Katzen-Cannabis die legale Grundlage fehlt, stört viele Besitzer in den USA nicht. In vielen Fällen lassen sie sich das Medizinprodukt selbst verschreiben, um es dann ihrem Liebling zu verabreichen. Sie berichten von Erfolgsgeschichten, nach denen Cannabis gegen eine Vielfalt an Beschwerden geholfen hat. Jeder möchte seinem Haustier ein glückliches und schmerzfreies Leben bieten, doch das Wundermittel birgt auch seine Gefahren. So mangelt es an wissenschaftlichen Studien zu der Wirkung und der richtigen Menge, sodass Halter die Mengen selbst austesten müssen. Zahlreiche positive Erfahrungsberichte stehen also einem Mangel wissenschaftlicher Untersuchungen und Nachweisen gegenüber. Cannabisprodukte, die extra für Vierbeiner hergestellt werden, gibt es trotz allem. So sind zum Beispiel CBD-Öle auch für deutsche Haushalte verfügbar.

Foto: © watman/Adobe Stock

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