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Der Unterschied zwischen THC und CBD

Um den Einsatz von Cannabis für Hunde beurteilen zu können, sollten zunächst zwei Bestandteile von Cannabis unterschieden werden, die beide unterschiedliche Wirkungen haben: THC und CBD. Die Hanfpflanze (Cannabis sativa) ist eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Nutz- und Heilpflanzen. Ihre Bestandteile gibt es in vielen Varianten. Am bekanntesten dürfte wohl Marihuana sein, das sind die getrockneten Blätter und Blütenstände der Pflanze. Diese sind ein Rauschmittel, das in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Denn: in ihm ist das Cannabinoid THC enthalten, dass einen psychoaktiven Effekt hat. Es wirkt unter anderem schmerzstillend, euphorisierend, appetitanregend und gegen Krämpfe. Ein weiteres Cannabinoid ist das Cannabidiol, besser bekannt als CBD. CBD hat im Gegensatz zu THC keinen psychoaktiven Effekt und ist beispielsweise entzündungshemmend, angst- und krampflösend, schmerzlindernd und brechreizmindernd.

Ist Cannabis für Hunde giftig?

Sowohl THC als auch CBD werden hinsichtlich ihrer medizinischen Wirkungen erforscht. So konzentrierten sich viele Untersuchungen auf die Wirkung des psychoaktiven THCs auf Erkrankungen wie Epilepsie und multiple Sklerose. Für einen gezielten Einsatz fehlen jedoch noch Ergebnisse, die einen zuverlässigen Einsatz der Substanz zulassen. Außerdem besteht nach Aufnahme von THC die Gefahr einer Vergiftung beim Hund. Bereits geringe Mengen können Symptome wie Erbrechen, Atemdepression und komatöse Zustände hervorrufen und im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Von THC-haltigem Cannabis für Hunde ist damit unbedingt abzuraten.

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Cannabis für Hunde sinnvoll einsetzen

CBD dagegen wirkt nicht psychoaktiv und ist generell nicht giftig. Es kann allein oder ergänzend in der Schmerztherapie eingesetzt werden, insbesondere für den Bewegungs- und den Harnapparat. Auch chronischen Darmpatienten kann es helfen. Außerdem sind positive Wirkungen bei neurologischen Patienten festgestellt worden. Dabei ist anzumerken, dass die Wirkung zwar vereinzelt beobachtet werden konnte, jedoch nicht durch Studien sicher nachgewiesen ist. So kann möglicherweise CBD bei einigen Hunden Epilepsie lindern, es ist jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt.

Zwar sind potenzielle negative Auswirkungen von CBD nicht so ausgeprägt wie bei THC, allerdings können auch hier Nebenwirkungen wie Allergiesymptome oder Magen-Darm-Unverträglichkeiten auftreten. Außerdem ist CBD-Öl von der Gesetzgebung den Nahrungsergänzungspräparaten zuzuordnen, was den Bezug erleichtert, jedoch eine Qualitätskontrolle erschwert: So können zum Beispiel einige Produkte mit Fremdstoffen verunreinigt sein oder die angegeben Inhaltsmengen des Wirkstoffs entsprechen möglicherweise nicht den tatsächlich enthaltenen Mengen.

Cannabis für Hunde: Welche Rolle spielt Hanföl?

Wer nach Cannabisprodukten für Hunde sucht, der wird früher oder später auf Hanföl und CBD-Öl stoßen. Diese werden zwar grundsätzlich beide aus der Cannabispflanze gewonnen, sind jedoch in ihrer Anwendung und Wirkung zwei vollkommen verschiedene Produkte. Hanföl (auch Hanfsamenöl genannt) ist ein Nahrungsöl, das durch Samenpressung der Cannabispflanze gewonnen wird. Seine gesunde Wirkung beruht auf den enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren begründet. Damit ist Hanföl ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, beispielsweise bei Hauterkrankungen oder zur innerlichen Gesundhaltung der Gelenke. Bei CBD-Öl dagegen steht der Wirkstoff Cannabidiol (CBD) im Vordergrund. CBD-Öl gibt es so in seiner reinen Form eigentlich nicht. Es besteht immer aus einem „Trägerstoff“ wie zum Beispiel Oliven- oder Hanföl, dem ein CBD-Isolat oder ein CBD-haltiger Hanfextrakt beigemischt wurde. Aufgrund des enthaltenden CBDs, kann CBD-Öl wie bereits beschrieben zum Beispiel zur Schmerztherapie eingesetzt werden.

Gefahren von Cannabis für Hunde

Die zunehmende Beliebtheit jeglicher Cannabisprodukte mag zu einer erweiterten Forschung hinsichtlich der medizinischen Nutzung zu führen, zeichnet jedoch auch einen gefährlichen Trend ab: Gerade in den USA kommt es immer häufiger zu Vergiftungen von Haustieren. Seit in einigen Staaten auch das THC-haltige Marihuana (teilweise nur zu medizinischen Zwecken) legalisiert wurde, greifen immer mehr Halter darauf zurück, um ihren Liebling zu therapieren – ohne tierärztliche Anordnung.  Während einige begeistert sind von den positiven Auswirkungen der Droge auf ihr Tier, landen andere damit in der Tierklinik. Genug wissenschaftliche Untersuchungen, die eine sichere Therapie ermöglichen würden, gibt es noch nicht. Stattdessen sollten Hundebesitzer lieber zunächst auf ungefährlichere Mittel wie qualitativ hochwertige Hanf- und CBD-Öle zurückgreifen, am besten in Absprache mit dem Tierarzt.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © watman/Adobe Stock

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