Wie beim Katzenfell wird auch die Augenfarbe von Pigmentzellen (sogenannte Melanozyten) bestimmt, die einen Farbstoff (Melatonin) produzieren. Pigmentzellen für Blautöne gibt es allerdings nicht. Trotzdem bezaubern Kätzchen nach ihrer Geburt mit strahlenden blauen Augen. Hier erfahren Sie, woran das liegt.

Entstehung von Farben

Die Färbung der Augen entsteht auf der Iris, die mit Pigmentzellen ausgestattet ist. Das Licht fällt durch die Linse im Auge auf die dahinterliegende Iris, wird gespiegelt und erzeugt damit die Farbe, die wir sehen. Durch das Brechen des Lichts in der Linse wird die Färbung zusätzlich beeinflusst. Mit unterschiedliche Mischungen von Melatonin und je nach Lichteinfall können also die unterschiedlichsten Farbtöne entstehen: Besonders viel Melatonin ergibt eine dunkle oder kupferne Schattierung, während weniger Melatonin Grün ergibt. Eine Besonderheit ist das sogenannte Odd-Eyed-Phänomen.

Kurz nach der Geburt

Blaue Augen deuten auf die Abwesenheit von Pigmentzellen hin. Eigentlich wären die Augen somit farblos, allerdings wird das Licht in der Linse so gebrochen, dass es blau erscheint. Da die Melaninproduktion erst nach der Geburt einsetzt, haben neugeborene Samtpfoten immer blaue Augen. Erst mit einem Alter von etwa drei bis vier Monaten können Sie die endgültige Augenfarbe bei Ihrem Liebling erkennen.

Blick auf die Gesundheit

Sehen Sie Ihrem Liebling ruhig öfter in die Augen, nicht zuletzt, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Tränen oder Verkrustungen können auf Probleme hindeuten und sollten von einem Tierarzt untersucht werden. Damit Sie für solche Fälle abgesichert sind, empfehlen wir einen zuverlässigen Tierkrankenschutz.

Foto: © vvvita/Adobe Stock

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