Geschrieben von Inge Büttner-Vogt (Trainerin für Mensch mit Hund)

Es war eine Herausforderung für uns und unsere Hunde: Vier Tage „rund um den Hund“ mit täglich wechselnden Kindergruppen quer durch alle Klassen – und für jedes Kind sollte etwas dabei sein.

Alle Hunde, die zum Einsatz kommen, haben bei uns, das heißt bei „Hundimedia“, eine Ausbildung gemacht. Der Schutz des Hundes ist das Wichtigste, was Halter und Halterin lernen müssen, dazu gehören: Der Schutz des Hundes vor sich selbst, damit er sich nicht verletzt – ich erkenne die Gefahren und führe vorausschauend. Der Schutz vor anderen, Menschen und Hunden, die meinem Hund nicht guttun. Und besonders auch der Schutz der Anderen vor meinem Hund, sodass er niemanden belästigt. Ein Erste-Hilfe-Kurs am Hund, Stadttraining, Trickschule und viel Praxis sind Voraussetzung.

Wer sind wir?

Wir, Inge Büttner-Vogt und Barbara Wilhelm mit unseren Hunden „Arko“ und „Lu“ haben erkannt, dass es eine wunderbare Sache ist, mit dem Hund sinnvoll zu arbeiten. Unsere ausgebildeten Hunde arbeiten in der Jugendhilfe bei der Ev. Inneren Mission, im Altersheim, in der Schule und begleiten ihre Besitzer in den Beruf.

Beginn 9.00 Uhr in der Bierstädter Grundschule

Ich stelle den Kindern meinen Hund „Arko“ als 3-jährigen Mischling vor und frage sie, ob sie Hunderassen kennen. „Ein Dackel“ – richtig!  und große Augen auf die Frage, was denn ein Dackel von Beruf ist, das heißt, für welche Aufgabe er gezüchtet wurde. Wir erarbeiten zusammen, dass er für die Jagd gezüchtet wurde, warum er so kurze Beine hat und wozu sie dienen. Es kommen einige Rassen und ihre Berufe zusammen. Die Kinder lernen, warum es keine „Familienhunde“ gibt und was „Gesellschaftshunde“ sind. „Arko“ macht unzählige Runden und lässt sich ausgiebig streicheln. Ich achte streng darauf, dass kein Kind ihn umarmt und erkläre auch warum.

Wie bringt man einem Hund einen Trick bei – zum Beispiel „Gib Fünf“?

Ich lasse „Arko“ sitzen und klemme mir ein Leckerchen zwischen Zeige- und Mittelfinger. Jetzt gehe ich mit ihm auf Augenhöhe. Er versucht, mit der Pfote an das Leckerchen zu kommen – ich lobe ihn, wiederhole die Übung und sage „Gib fünf“ dazu.

Die Kinder haben Spaß…

Sie stellen sich eng hintereinander, spreizen die Beine zu einem Tunnel. Wir schicken die Hunde durch die Beine. Ein Futterbeutel wird gesucht, „Arko“ kann jede Menge Tricks wie eine Portiersglocke läuten oder eine Rolle und macht sie zuverlässig auch bei den Kindern.

… dann wird wieder gelernt

Ich erkläre die Sinne des Hundes – hier ganz besonders seine Nase. Der Hund ist das einzige Tier, das aktiv und freudig mit uns zusammenarbeiten will. Wir dürfen seine Sinne nutzen, um Krankheiten aufzuspüren, Menschen zu suchen und um Drogen zu finden. Die Kinder  finden es sehr spannend und beteiligen sich mit vielen Fragen.

Zum guten Schluß…

…kicken wir mit „Arko“ noch mit einem Luftballon, den er geschickt an die Kinder zurückgibt. Jeder Tag war neu und spannend. Da die Schüler sich die Projekte aussuchen durften, hatten wir das Glück, hundebegeistere Kinder um uns zu haben, denen wir mit unseren Hunden, vielen Tricks, Spiel und Spaß einen schönen Tag bereiten konnten.

Wir haben uns sehr über die Rückmeldung gefreut, dass unser Hundeprojekt die meisten Punkte von allen Themen erhalten hat.

Hunde werten nicht und kommen deshalb bei Kindern, älteren Menschen und auch Kindern mit Hundeangst sehr gut an. Wir vermitteln ihnen Verhaltensgewissheit und Erziehungssicherheit und können mit ihnen sehr lange erfolgreich arbeiten.

Foto: © Barbara Wilhelm

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