FORL: Häufigste Zahnerkrankung bei Katzen
FORL steht für „Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen“. Das sagt Ihnen nichts? Sollte es aber. Immerhin leidet jede zweite Hauskatze im mittleren Lebensalter (ab fünf Jahren) unter dieser Krankheit.
FORL steht für „Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen“. Das sagt Ihnen nichts? Sollte es aber. Immerhin leidet jede zweite Hauskatze im mittleren Lebensalter (ab fünf Jahren) unter dieser Krankheit.
Es geht um die Beißer der Vierbeiner. Körpereigene Zellen, Odontoklasten, bauen die harte Zahnsubstanz, das Dentin, ab. Soweit noch normal und völlig natürlich. Notwendig ist dies beispielsweise beim Zahnwechsel, wenn die Wurzeln der Milchzähne aufgelöst werden müssen. Der Haken: Die Odontoklasten werden – aus ungeklärten Ursachen – auch bei einem längst fertig ausgebildeten Gebiss aktiv. So werden die Zahnwurzeln nach und nach „weggefressen“. Auch wenn FORL bei Katzen durchaus mit Entzündungen, beispielsweise durch Zahnstein, einhergehen kann, schreitet es meist doch unbemerkt voran. Das „Fressen“ an der Wurzel kann ohne jegliche Entzündungssymptome auftreten. Sichtgeschützt durch den Zahnschmelz, zerstören die Odontoklasten die Zahnwurzel unter dem Zahnfleisch. Die Folge: Ist bereits zu viel Dentin zerstört worden, kann der Zahn bei Belastung abbrechen.
Da zu Beginn kaum Symptome beobachtbar sind, ist der betroffene Zahn in der Regel schnell verloren. Und das schon, wenn 10 Prozent des Dentins an der Wurzel aufgelöst sind. Bei einigen Katzen verläuft FORL völlig schmerzfrei. Andere sind an den betroffenen Stellen hochgradig empfindlich. Doch nur in den wenigsten Fällen merkt man einer Katze die Zahnschmerzen an. Katzen sind äußerst resistent und zeigen Schmerzen meist erst, wenn sie bereits sehr stark leiden.
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Der wohl beste Weg zur Prävention ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung, bei der die Zähne des Vierbeiners ohnehin unter die Lupe genommen werden. Zurückgezogenes Zahnfleisch und empfindliche Zähne sind erste Anzeichen. Mittels einer kleinen Sonde kann das Zahnfleisch dann genauer untersucht werden. Aufschluss über FORL bei der Katze bietet jedoch nur ein Röntgenbild des Gebisses. Hierzu ist eine Narkose notwendig. Steht beispielsweise eine Zahnsteinentfernung an, bietet es sich an, direkt eine Röntgenaufnahme anzufertigen und eventuelle FORL gleich mitzubehandeln.
Von FORL befallene Katzenzähne müssen samt aller Wurzelreste sorgfältig entfernt werden. Die Gefahr, dass die Odentoklasten aktiv bleiben, ist sonst zu groß. Eine regelmäßige Kontrolle der Zähne kann Ihrer Samtpfote viel Leid ersparen. Narkose und Behandlung verkraften die Vierbeiner besser als abgebrochene und schmerzende Zähne. Eine Katzenkrankenversicherung bietet Schutz vor ausufernden Tierarztkosten.
Foto: © tomkaphoto/fotolia.com
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