Seitdem meine Eltern unserem Mischling Luca das Bellen abgewöhnt haben, ist es vor Spaziergängen immer das gleiche: Während ich mir ruhig die Jacke anziehe und nach der Leine greife, sitzt er aufgeregt vor der Tür und hört nicht auf zu gähnen - obwohl er gerade erst ein Nickerchen gehalten hat. Ich habe für Sie recherchiert, welche vielseitigen Bedeutungen dieses Signal hat.

Tief Luft holen

Wie bei uns Menschen kann bei unseren Vierbeinern das Gähnen ein Zeichen von Müdigkeit oder Erschöpfung sein. Zur Erfrischung wird der Mund weit aufgesperrt, um mehr Sauerstoff aufzunehmen. Das kann sowohl nach anstrengendem Toben der Fall sein als auch nach längerer Untätigkeit, wie bei Luca, der vielleicht erst einmal wieder wach werden muss.

Immer mit der Ruhe

Unsere Lieblinge nutzen eine Reihe von Beschwichtigungssignalen: unwillkürlich den Mund weit zu öffnen ist eines von ihnen. Zum einen kommunizieren Hunde so Ruhe, zum anderen beschwichtigen sie dabei auch sich selbst. Luca versucht also eventuell, seine Aufregung und Vorfreude auf den Spaziergang unter Kontrolle zu bekommen. Übrigens können auch Sie das Signal ausprobieren: Manche Vierbeiner verstehen die Geste von ihren Besitzern als Zeichen, sich zu entspannen.

Nicht so schnell

Gähnen kann auch eine Übersprunghandlung sein. Luca ist überfordert, denn er würde gerne bellen, hat jedoch bei einem Training gelernt, dass er das nicht darf. Wenn Hunde nicht entscheiden können, was sie tun sollen, nehmen sie sich mit dem Gähnen eine Denkpause.

Unbehagen

Vielleicht haben Sie es selbst schon einmal bemerkt: Wenn beispielsweise zwei Hunde für ein schönes Foto dicht nebeneinander sitzen sollen, wenden sich manche ab und gähnen. Damit signalisieren sie, dass sie sich unwohl fühlen und eigentlich etwas mehr Abstand brauchen – achten Sie also immer auf die Situation, in welcher sich Ihr Liebling befindet, um seine Körpersprache richtig zu interpretieren.

Foto: © Gugugs/fotolia.com

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