Vitalpilze, auch als Heil- oder Medizinalpilze bekannt, können bei einer Vielzahl von Krankheiten unterstützend wirken. Was für Menschen gut ist, kann in diesem Fall auch sehr gut für Tiere sein. Doch wofür genau sind die Pilze hilfreich und wie werden sie richtig eingesetzt?

Alles rund um den Pilz

China und Japan wissen schon seit Jahrtausenden um die heilende Wirkung der Pilze. Im Rest der Welt handelt es sich hingegen um eine eher junge und neue Therapieform. Bei Menschen bewährt sich die Mykotherapie immer öfter und so finden Vitalpilze langsam aber sicher einen festen Platz in der westlichen Naturheilkunde. Botanisch gesehen sind Pilze keine Pflanzen – auch zur Tierwelt zählen sie nicht. Sie bilden also eine eigenständige Organismus-Gruppe. Allein in Deutschland gibt es circa 14.400 Pilzarten (Bundesamt für Naturschutz), weltweit liegt die Zahl bei knapp 1,8 Millionen. In ihrer Wirkung vollends bekannt ist uns Menschen davon jedoch nur ein Bruchteil. Große Stärke von Vitalpilzen: Sie erhalten die Gesundheit und regulieren das Immunsystem.

Mykotherapie für Tiere: Wirkung

Bei Tieren wie auch bei Menschen können Vitalpilze die Gesundheit durch das Wiedererlangen der sogenannten Homöostase herstellen. Homöostase beschreibt die Ausgewogenheit der inneren „Gleichgewichte“ eines Organismus. Dazu zählen beispielsweise ein ausgeglichener Hormon-, Wasser-, Elektrolyt- und Immunzellenhaushalt. Bei Hund und Katze werden die Pilze hauptsächlich bei bakteriellen und viralen Erkrankungen, parasitären Befällen und sogar zur Tumortherapie eingesetzt. Unabhängig davon, um welches Tier es sich handelt, kann die Mykotherapie unterstützen und in einigen Fällen sogar vorbeugen. Möglich machen das die unterschiedlichen Kombinationen aus Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Ballaststoffen, Aminosäuren und Co., die in den Pilzen enthalten sind.

Heilpilze für Hund und Katze im Einsatz

Verabreicht werden die „Wunderpilze“ oft als Pulver oder Extrakt. Das Pilzpulver ist lose, als Tablette oder als Kapsel erhältlich. Es ist vor allem zur Prävention geeignet und wird besonders zur Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren eingesetzt. Pilzextrakte sind 18- bis 23-mal konzentrierter als das Pulver und haben daher eine besonders starke und schnelle Wirkung. Sie werden vor allem bei bereits bestehenden Erkrankungen eingesetzt. In der Praxis werden meist Kapseln mit einer Mischung aus Pulver und Extrakt verabreicht, sodass die Gesundheit von Hund und Katze bestmöglich unterstützt wird. Egal ob Pulver oder Extrakt, die Gabe sollte immer zusammen mit dem Futter erfolgen. Auch verschiedene Vitalpilze können problemlos kombiniert werden. Wichtig ist nur, dass sie zusammen verabreicht werden. Eine Mykotherapie beim Hund oder der Katze sollte jedoch immer mit einem Tierheilpraktiker oder entsprechend geschulten Tierarzt abgesprochen werden. Dieser kann genau einschätzen, welche Pilzkombinationen notwendig und hilfreich sind.

Hier finden Sie Dosierungsempfehlungen sowie eine Übersicht der wichtigsten Vitalpilze inklusive ihrer jeweiligen Wirkungen.

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