Unsere Sofalöwen sind echte Fleischfresser – mit Beute wie Mäusen oder Vögeln sind sie von Natur aus eine kohlenhydratarme Ernährung gewöhnt, die sie in kleinen Portionen nach anstrengender Jagd zu sich nehmen. Das Futtermittel aus dem Fachhandel fordert dagegen weniger Anstrengung und setzt schneller an. Manchmal ist dann eine Diät für Katzen nötig.


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Katzendiät bei leichtem Übergewicht

Bemerken Sie bei Ihrem Liebling nur eine leichte Gewichtszunahme, können Sie zunächst eine leichte Diät für Katzen vornehmen, indem Sie die Kalorienzufuhr ein wenig reduzieren. Bei einigen reicht es da schon aus, lediglich die Leckerchen zwischendurch wegzulassen – es erleichtert auf jeden Fall, sich einen Überblick über die tägliche Futtermenge zu verschaffen. Falls Sie eine Fütterung ad libitum führen, also dem Tier ständig Futter anbieten, sollten Sie das unbedingt unterlassen. Zwar stimmt es, dass Katzen lieber viele kleine Mahlzeiten (10 bis 20) am Tag zu sich nehmen – dass sie die richtige Menge an Essen von selbst einschätzen ist aber nicht unbedingt der Fall. Legen Sie eine Futtermenge fest und verteilen Sie diese über den Tag, um die Kontrolle über die Kalorienzufuhr zu erhalten. Nehmen Sie aber niemals eine Nulldiät vor! Denn dabei leidet Ihr Liebling nicht nur unter Hunger, sondern kann ernsthafte Leberschäden und Organversagen mit sich bringen.

Bewegung und Diätfutter während der Katzendiät

Mehr Bewegung regt den Stoffwechsel an, steigert den Kalorienverbrauch und ist somit ein wichtiger Faktor bei einer erfolgreichen Diät für Katzen. Gerade reine Stubentiger sind gefährdet, unter einem erhöhten Gewicht zu leiden. Darum ist es wichtig, dass Sie sich um eine aktive Wohnungskatze bemühen und Ihrem Tier ungefähr zwei Stunden Spielzeit am Tag widmen. Intelligenzspielzeuge, die sich mit Futter befüllen lassen, können eine tolle Variante sein, damit sich Ihre Katze das Futter „verdient“. Wenn Ihr Liebling sich partout nicht bewegen möchte, sollten Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt wenden; möglicherweise stecken Erkrankungen oder Schmerzen, beispielsweise in den Gelenken, hinter der vermeintlichen Faulheit.

Damit eine Diät für Katzen erfolgreich verläuft, ist eine konsequente Einhaltung des Diätplans erforderlich. Halten Sie sich an die tierärztlichen Anweisungen und achten Sie darauf, dass weder Familienmitglieder noch Freund:innen doch noch weiter Leckerlis verteilen. In einem Tiergesundheitskalender können Sie das Gewicht festhalten und die Entwicklung nachvollziehen – damit tun Sie sich, Ihrem Vierbeiner und der Tierärztin oder dem Tierarzt einen großen Gefallen und motivieren sich, indem Sie sich die Erfolge der Katzendiät vor Augen führen.

Spezielle Futter für eine Katzendiät mögen zwar mit ihrer geringeren Kaloriendichte für Halter:innen nach einer naheliegenden Lösung klingen, sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Sollten Sie darauf zurückgreifen wollen, ist eine vorherige Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt wichtig, um die richtige Nährstoffzufuhr zu gewährleisten. In einer tierärztlichen Videosprechstunde kann eine erste Einschätzung erfolgen, was Ihren Liebling helfen könnte:



Diät für Katzen tierärztlich begleiten

Bringt eine Katze etwa 15 bis 20 Prozent über ihrem Idealgewicht auf die Waage, ist sie als übergewichtig anzusehen. Ab 30 Prozent oder mehr ist sie fettleibig (adipös) – bei letzterem ist unbedingt tierärztliche Hilfe für die Katzendiät vorzunehmen, da die Gesundheit des Tieres durch hohes Übergewicht besonders bedroht ist und die Gewichtsreduktion eine große Herausforderung darstellt. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt kann kontrollieren, ob die Katze im richtigen Tempo abnimmt – bei zu schnellem Gewichtsverlust wird neben der Fett- auch die Muskelmasse angegriffen – und die Nährstoffversorgung sicherstellen. Außerdem erhalten Sie professionelle, zuverlässige Beratung zur Portionierung und Futterwahl und schließen andere Erkrankungen aus.

Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Ahlers.

Foto: © Lilli/fotolia.com; dianabartl/Adobe Stock

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