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Futtermittel für Hunde und Katzen – Einteilung

Man kann Futtermittel für Hunde und Katzen in Einzelfuttermittel, Mischfutter, Alleinfutter und Ergänzungsfutter einteilen:

  • Ein Einzelfuttermittel besteht aus nur einem Rohstoff, z.B. Rindfleisch oder Kartoffeln.
  • Werden zwei oder noch mehr Einzelfuttermittel gemischt, entsteht ein Mischfutter. Diese können zwar in ihrer Zusammensetzung bereits auf die Bedürfnisse bestimmter Tierarten, Alters- oder Aktivitätsgruppen zugeschnitten sein, decken aber allein noch nicht unbedingt den Bedarf an allen wichtigen Nährstoffen. Zu den Mischfuttermitteln gehören Allein- und Ergänzungsfuttermittel. Sie können Zusatzstoffe enthalten – müssen es aber nicht.
  • Bei einem Alleinfutter handelt es sich um ein Futtermittel, das auf den täglichen Nährstoffbedarf des Tieres abgestimmt ist – es ist also bedarfsdeckend und kann „allein“ gefüttert werden. Deswegen wird hier oft zwischen verschiedenen Altersgruppen unterschieden, es gibt also neben Futtermitteln für erwachsene Hunde beispielsweise Junior- oder Seniorfutter. Die Alleinfuttermittel werden in Trockenfutter (max. 14% Wassergehalt), halbfeuchtes Futter (20-40% Wassergehalt) und Feuchtfutter (70-85% Wassergehalt) unterteilt.
  • Ergänzungsfuttermittel sind dazu gedacht, Misch- oder Einzelfutter bedarfsgerecht zu ergänzen.

Darüber hinaus gibt es noch Mineralfutter, welches zur Ergänzung von Mengenelementen wie z.B. Calcium und Phosphor, sowie oft auch Spurenelementen und Vitaminen dient, und Diätfuttermittel. Ein Diätfuttermittel ist ein Allein- oder Ergänzungsfuttermittel, welches einen bestimmten „Ernährungszweck“ erfüllen soll. Dabei muss es sich also keinesfalls um eine Diät im Sinne der Gewichtsreduktion handeln, sondern es kann beispielsweise auch bei Nieren- oder Hautproblemen gefüttert werden.

Mit einem Alleinfutter, das auf die Tierart, auf das Alter, den Gesundheitszustand und ggf. die Aktivität ihres Lieblings abgestimmt ist, brauchen Sie sich um die Ernährung Ihres Vierbeiners keine Gedanken mehr zu machen. Möchten Sie ein Mischfutter einsetzen oder selbst kochen, lassen Sie sich bitte unbedingt von einem Experten bei der Zusammenstellung beraten.

Futtermittel für Hunde und Katzen – Was steht auf dem Etikett?

Was alles im Futtermittel enthalten ist, wird durch die Deklaration auf dem Etikett gekennzeichnet. Darauf muss folgendes angegeben werden:

  • Einteilung des Futtermittels: Handelt es sich um ein Allein- oder Ergänzungsfuttermittel?
  • Zielgruppe: Für welche Tierart, Altersstufe oder welchen Aktivitätsumfang ist das Futtermittel geeignet?
  • Zusammensetzung: Gibt die enthaltenden Zutaten an, beispielsweise Rindfleisch, Kartoffeln, Reis
  • Inhaltsstoffe: Dazu gehören u.a. Eiweiß, Fett oder Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor
  • Zusatzstoffe: Umfassen unter anderem Konservierungsstoffe, färbende Stoffe, Spurenelemente und Vitamine, aber auch Leistungsförderer, Mikroorganismen (Probiotika) und Enzyme.
  • Herstellungsdatum
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: Muss nicht immer auf Futtermitteln für Hunde und Katzen stehen. Verpflichtend ist es nur, wenn Inhaltsstoffe enthalten sind, die nach gewisser Zeit ihre Wirkung verlieren, wie es beispielsweise bei bestimmten Vitaminen der Fall ist.
  • Nettogewicht
  • Wenn die richtige Anwendung nicht sichergestellt ist: ein Fütterungshinweis
  • Name und Anschrift des Herstellers

Hinweis: Die Angabe „ohne Zusatzstoffe“ auf einem Futtermittel ist nicht unbedingt gut, da zu den Zusatzstoffen auch wichtige Spurenelemente und Vitamine zählen.

Hier können Sie die Infografik zur Futtermitteldeklaration als PDF herunterladen:

Zur Futtermitteldeklaration

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Futtermittel für Hunde und Katzen – Kennzeichnung der Zusammensetzung

Für die Auflistung der im Futtermittel enthaltenden Zutaten gibt es drei Möglichkeiten:

  • Geschlossene Deklaration: Hierbei werden nur die Nährstoffgruppen angegeben, beispielsweise Fleisch oder Getreide. Welche Rohstoffe genau für das Futtermittel verwendet wurden und in welchen Mengen bleibt dabei jedoch unklar.
  • Offene Deklaration: Bei der offenen Deklaration werden alle im Mischfutter enthaltenden Rohstoffe in absteigender Reihenfolge mit ihren Prozentanteilen genannt. Für Tierhalter:innen ist diese Form der Deklaration die aufschlussreichste, da sie die genaue Menge der jeweiligen Zutaten im Futtermittel auflistet.
  • Halboffene Deklaration: Diese ist eine sehr häufig genutzte Art der Deklaration, bei der die Rohstoffe in absteigender Reihenfolge jedoch ohne prozentualen Anteil angegeben werden.

Geschlossene Deklaration

Gemüse, Fleisch, Öle und Fette, Pflanzen und pflanzliche Nebenerzeugnisse, Weichtiere, Hefen

Halboffene Deklaration

Süßkartoffel, getrocknetes Schwein, Schweineschmalz, Möhren, Lachsöl, Leinöl, Cellulosepulver, Grünlippenmuschelextrakt, Inulin, Rübenschnitzel, Chrondroitinsulfat, Hefe, Mariendistel, Brennesselkraut, Taurin, Acerola

Offene Deklaration

Süßkartoffel 58,75 %
getrocknetes Schwein 16,1%
Schweineschmalz 8,53 %
Möhren 5,39 %
Lachsöl 1,63 %
Leinöl 1,26 %
Cellulosepulver 0,56 %
Grünlippen­­muschelextrakt 0,4 %
Inulin 0,3 %
Rübenschnitzel 0,27 %
Chondroitinsulfat 0,2 %
Hefe 0,13%
Mariendistel 0,13 %
Brennnesselkraut 0,1 %
Taurin 0,081 %
Acerola 0,035 %

* Die Zusammensetzung wurde uns freundlicherweise von futalis GmbH zur Verfügung gestellt.

Hinweis für Allergiker: Die offene Deklaration ist besonders wichtig, wenn es darum geht im Rahmen einer Ausschlussdiät nur bestimmte Protein- und Kohlenhydratquellen zu füttern. Laut einiger Studien können jedoch auch sehr geringe Anteile nicht angegebener Proteine in einem Fertigfuttermittel enthalten sein, weshalb eine Ausschlussdiät mit einem Fertigfutter nicht immer die gewünschten Ergebnisse liefert.


Wo kommen die Inhaltsstoffe im Futtermittel her? – Tierische Nebenprodukte

Bei der Bezeichnung tierische Nebenprodukte haben viele Bedenken, dass bei der Herstellung des Futters Schlachtabfälle verwendet werden. Durch die BSE Krise gibt es jedoch sehr strenge Vorschriften, was die Verwendung von allen bei der Schlachtung anfallenden Produkten betrifft. Diese werden in der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte in drei Kategorien eingeteilt.

Produkte aus Kategorie 1, dazu gehören beispielsweise Tiere mit übertragbaren Krankheiten, und Kategorie 2, wozu unter anderem Erzeugnisse tierischen Ursprungs, die Tierarzneimittelrückstände aufweisen und Magen-Darm-Inhalte gehören, sind weder für den menschlichen noch für den tierischen Verzehr geeignet.

Für die Herstellung von Futtermitteln für Hunde und Katzen darf - zusätzlich zum normalen Muskelfleisch - ausschließlich Material aus der Kategorie 3 verwendet werden. Hierzu gehört beispielsweise Material wie Haut, Huf und Horn. Es handelt sich also nur um Bestandteile von Tieren, die für den menschlichen Verzehr geschlachtet wurden und z.B. aus wirtschaftlichen Gründen nicht für den menschlichen Verzehr weiter verwertet werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit können diese Produkte jedoch gut für Hunde und Katzen genutzt werden, statt sie wegzuschmeißen. Außerdem sind Hunde und Katzen ohnehin keine reinen „Muskelfleischfresser“. Sie würden sich in der Natur nicht nur vom Muskelfleisch, sondern auch von der Haut, Knochen und Organen ernähren, weil darin teilweise ebenfalls wichtige Nährstoffe enthalten sind.

Schauen Sie außerdem gerne bei uns im Downloadbereich vorbei, dort finden Sie, neben der Infografik zur Futtermitteldeklaration, viele weitere interessante Tiergesundheitshelfern.

Zum Downloadbereich 

Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Müller.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © Bild oben: AGILA Haustierversicherung / Infografik: AGILA Haustierversicherung

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