Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzuschaffen, steht vor einer großen Entscheidung. Bevor diese gefällt wird, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass ein Hund auch große Verantwortung mit sich bringt. In unserer neuen Serie geben wir Ihnen jede Woche hilfreiche Tipps und Informationen rund um das Thema Hundeanschaffung. In unserem heutigen und letzten Artikel dieser Serie geht es um das Thema Hundeerziehung –und Training.

Welche Hundeerziehung ist am effektivsten?

Hat sich der Neuankömmling erst einmal eingelebt, sollte man direkt mit der Hundeerziehung beginnen. Doch was ist dabei der richtige Weg? Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen an die Hundeerziehung. Generell gilt jedoch, dass positive Bestärkung schneller zum Erfolg führt als Strafe. Durch Lob und Bestätigung weiß der Hund, was er richtig gemacht hat und wie er sich in ähnlichen Situationen verhalten soll. Bei Strafe hingegen weiß er zwar, was er falsch gemacht hat, er weiß aber nicht, was er stattdessen machen soll und wird deshalb unsicher. Unerwünschtes Verhalten des Vierbeiners kann die Folge sein.

Hundetraining zuhause

Konsequenz ist bei der Hundeerziehung unerlässlich. Doch das Training sollte nicht in Drill ausarten. Spielendes Lernen bringt hier den größten Erfolg. Spielzeug und Leckerlis dienen als ideales Erziehungsinstrument. Grundkommandos wie "Sitz", "Platz" und "Bleib" können damit spielerisch erlernt werden. Häufig fällt es Besitzern aber schwer, Ihren Hund ganz allein zu erziehen, besonders, wenn es ihr erster Vierbeiner ist. In diesen Fällen kann der Besuch einer Hundeschule bereits im Welpenalter sinnvoll sein. Um Ihren Vierbeiner regelmäßig zu trainieren und auszulasten bieten sich auch verschiedene Methoden wie z.B. Clicker-Training oder Dog-Balancing zum Trainieren zuhause an. Hundeschulen bieten zusätzlich verschiedene Hundesportarten an, die sowohl Zwei- als auch Vierbeinern Spaß machen und gleichzeitig für physische und psychische Auslastung des Hundes sorgen.

Wie viel Training ist gut für meinen Hund?

Das Ausmaß des Trainings hängt vom Alter und der körperlichen Verfassung Ihres Vierbeiners ab. Täglich sollte es jedoch zumindest eine Trainingseinheit geben. Bei Welpen kann diese Einheit schon mal sehr kurz ausfallen. Sie sind zwar sehr gelehrig, aber auch schnell müde. Am einfachsten finden Sie heraus, wie viel Ihr Hund trainieren sollte, indem Sie ihn genau beobachten: Hat er Spaß am Training? Ist er müde und erschöpft? Bekommt er nicht genug und ist sehr aktiv? Achten Sie ganz einfach auf Ihren Vierbeiner, Sie werden merken, wie viel Training Sie mit ihm betreiben können. Ob jung oder alt - Übungen sollten immer von Pausen und Spieleinheiten unterbrochen werden. So bleibt der Hund motiviert.

Ein wichtiger Tipp: Niemals direkt nach dem Füttern trainieren. Im Extremfall kann eine Magendrehung folgen. Eine goldene Regel besagt außerdem: „Aufhören, wenn es am Schönsten ist“. Das Training sollte also beendet werden, solange der Vierbeiner noch mit voller Begeisterung dabei ist. So verbindet er das Training mit positiven Gefühlen und freut sich schon auf die nächste Übungseinheit mit Ihnen.

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