Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzuschaffen, steht vor einer großen Entscheidung. Bevor diese gefällt wird, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass ein Hund auch große Verantwortung mit sich bringt. In unserer neuen Serie geben wir Ihnen jede Woche hilfreiche Tipps und Informationen rund um das Thema Hundeanschaffung. Heute dreht sich alles um das Thema Welpen und deren Eingewöhnung in ihr neues Zuhause. Um dem Neuankömmling bei den ersten Schritten in sein neues Leben zu helfen, gibt es ein paar wichtige Dinge, die beachtet werden sollten.

Die ersten Schritte mit einem Welpen

Berufstätige sollten sich mindestens in den ersten zwei Wochen nach Einzug des Welpen unbedingt Urlaub nehmen. Das erleichtert nicht nur die Erziehung zur Stubenreinheit, sondern fördert auch die seelische Entwicklung des Welpen. Ist der kleine Vierbeiner zum ersten Mal über die Türschwelle getreten, so braucht er vor allem viel Zeit, um alles in Ruhe zu beschnüffeln und kennenzulernen. Nach Möglichkeit sollten in diesen ersten Minuten nicht alle weiteren Familienmitglieder gleichzeitig auf ihn einstürzen. Als nächstes empfiehlt es sich, dem Welpen schon früh seinen zukünftigen Schlafplatz zu zeigen. Setzen Sie ihn ruhig immer wieder hinein und beschäftigen Sie sich dort mit ihm.

Sie sollten von Anfang an Wasser bereitstellen, das Futter hingegen erst, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat. Nach dem Füttern sollten Sie den Welpen in den ersten Wochen immer direkt nach draußen bringen, damit er sich lösen kann und so schnell lernt, dass er dies nicht im Haus darf. Wie auch Babys brauchen Welpen noch sehr viel Schlaf. Ist der Neuankömmling sehr unruhig während der ersten Nacht, stellen Sie sein Körbchen am Anfang ruhig neben Ihr Bett. Tipp: Hilft das nicht, legen Sie einen Wecker unter seine Hundedecke. Das Ticken ähnelt dem Herzschlag der Mutter und wirkt beruhigend.

Den Welpen an den Alltag gewöhnen

Auch wenn es wichtig ist, sich am Anfang für den neuen Sprössling Zeit zu nehmen, sollte der eigentliche Alltag nicht komplett verändert werden. Wenn Sie in Zukunft zum Beispiel um sechs Uhr morgens mit ihm Gassi gehen wollen, weil Sie um acht Uhr auf der Arbeit sein müssen, dann tun Sie das auch von Anfang an. Durch die Fütterungszeiten können Sie ebenfalls von Beginn an nach und nach den innerlichen Rhythmus des Welpen an Ihren Alltag anpassen.

Das Immunsystem eines kleinen Hundes ist zu Anfang noch schwach und macht die Vierbeiner daher eher anfällig für Krankheiten. Für Tierhalter, die gegebenenfalls anfallende Tierarztkosten nicht selbst übernehmen möchten, empfiehlt sich daher der Abschluss einer Hundekrankenversicherung.

Für einen Welpen sind die ersten Wochen die aufregendsten und spannendsten. Sich Zeit für ihn zu nehmen, ist also das A und O. Dann darf auch schon mal die richtige Erziehung ein paar Tage nach hinten verschoben werden. Denn bevor man einen Hund richtig erziehen kann, muss eine Bindung zwischen Mensch und Vierbeiner bestehen.

Lesen Sie nächste Woche, was Sie zum Thema Hundeschulen - und Training wissen sollten und wann man am besten mit der Erziehung des Hundes beginnt.

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