Zahnschmerzen tun weh - das kennen wir genauso gut wie unsere Hunde. Das ständige Pochen und Ziehen nervt und das Fressen macht gar keinen richtigen Spaß mehr. Zahnschmerzen sind aber vor allem ein ernst zunehmendes Signal: Parodontitis führt zu Entzündungen des Zahnfleisches bis hin zum Zahnausfall.

Woran erkennt man Zahnschmerzen beim Hund?

Anhand des Fressverhaltens kann man häufig feststellen, ob der Hund Zahnschmerzen hat. Vermehrter Speichelfluss, Futterbrocken, die aus dem Fang fallen sowie ungewöhnliches Kauverhalten können Hinweise auf Veränderungen am Zahnhalteapparat geben. Darüber hinaus kann der Hund  gereizt, lustlos und erschöpft wirken. Mit ein paar Tricks, können Sie aber konkret feststellen, wie es um die Zähne des Vierbeiners steht: Bei überempfindlichen Zähnen reagieren Hunde auf zu kaltes Wasser im Napf.

Geben Sie etwas hinein und gucken Sie, wie er reagiert. Wenn er aufhört zu schlabbern, könnte das ein Hinweis sein. Testen Sie ihn auch mit einem Kauknochen. Nagt er wirklich beidseitig, also mal mit der einen und mal mit der anderen Seite der Zähne, daran oder schont er einen Teil seiner Zähne? Der dritte Trick ist die Klopfprobe auf einen möglicherweise betroffenen Zahn. Sie sollte allerdings aus Sicherheitsgründen von einem Tierarzt durchgeführt werden, da Hunde mit Schmerzen auch plötzlich zuschnappen können.

Die Gefahr von Parodontitis

Ab einem Alter von sechs Jahren leiden vier von fünf Hunden unter Parodontitis! Dies ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates : Das Zahnfleisch entzündet sich und geht so weit zurück, dass letztendlich die Zähne ausfallen, wenn die Paradontitis unbehandelt bleibt. Diese Erkrankung ist also ein ernstes Problem, das so schnell wie möglich durch einen Tierarzt behoben werden sollte. Die Behandlung von Parodontitis wird im Rahmen einer Tierkrankenversicherung von AGILA übernommen! Ursachen für diese verbreitete Krankheit sind Bakterien, die durch Essensreste nach dem Fressen an den Zähnen kleben bleiben. Da wird selbst Frauchen und Herrchen manchmal ganz schummerig, wenn der Hund sie fröhlich bellend und abschleckend begrüßt - die Nebenwirkung ist nämlich ganz schlimmer Mundgeruch. Hunde bekommen zudem auch Zahnstein, der regelmäßig entfernt werden muss. Er kann ebenfalls zu schlimmen Entzündungen führen.

Mit dem richtigen Futter vorbeugen

Vor allem die Anzahl der Mahlzeiten und die Ernährung sind für die Zahnreinigung entscheidend. Hunde bekommen bei weichem Futter eher Zahnbelag, weil sich dieses in den Zahnzwischenräumen leichter festsetzen kann. Spezielle, essbare Kaustreifen oder Sticks sind darauf ausgerichtet, diesen Zahnbelag zu entfernen. Dabei wird außerdem durch die Bewegung die natürliche Zahnreinigung angeregt. Der zusätzliche Speichel umspült dabei die Zähne und trägt zur Reinigung bei.

Auch Hunde müssen Zähne putzen!

Optimal ist es, Hunde von klein auf an das Zähneputzen zu gewöhnen. Es gibt sogar spezielle Zahnpasta mit Hähnchengeschmack für unsere Vierbeiner. Der Zahnbelag kann dadurch wie bei uns Menschen schon von Vornherein entfernt werden und man beugt Parodontitis und Zahnstein sehr gut vor.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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