Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. In einigen Situationen kommt es zwischen Mensch und Hund aufgrund fehlenden Wissens zu Missverständnissen. Wir nehmen häufige Situationen, in denen es zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt, unter die Lupe:

Hunde reagieren manchmal sehr unterschiedlich auf Spaziergänger oder Besuch in der Wohnung. Während die einen angebellt oder sogar aggressiv angegangen werden, passiert bei anderen – richtig – gar nichts! Treffen tut es dann ausgerechnet Hundefreunde, die Ihren Kleinen ganz interessiert anschauen, oder Menschen, die großen Respekt vor dem Hund haben und ihn sicherheitshalber im Auge behalten. Warum ist das so?

Der Augenausdruck macht den Unterschied

Hundetrainerin Kerstin Gebhardt: Für den Hund sagt der Augenausdruck des Menschen viel über seine Stimmung aus. Es macht für ihn einen Unterschied, ob wir die Augen weit aufreißen oder die Lider zusammenkneifen. Frontales Anstarren gilt für den Hund als Herausforderung und Bedrohung. Die Hunde fangen dann meistens an zu Knurren oder Bellen, was eindeutig sagt „Hau ab“. Gerade ängstliche Hunde werden noch verschreckter und suchen oft das Weite. Welches Gefühl haben Sie, wenn Sie einen Menschen treffen und dieser Sie ununterbrochen anstarrt und eventuell noch auf Sie zugeht - mit großen Augen? Es ist mehr als unangenehm und man versucht auszuweichen, geht das aber nicht, setzt man sich in letzter Konsequenz zur Wehr.

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