Jeder, der schon etwas längere Zeit einen Hund hat, wird es wohl kennen: eine Magenverstimmung beim besten Freund des Menschen. Zunächst werden Sie vermutlich durch lautes Magengrummeln aufmerksam, dann würgt Ihr Hund wahrscheinlich und übergibt sich schließlich. Um vorher darauf aufmerksam zu werden, müssen Sie Ihren Hund nur etwas genauer beobachten. Als neuer Hundehalter kann dies noch etwas problematisch sein, wer schon länger einen Hund hat, wird die Anzeichen schnell erkennen.

Symptome

Bevor Hunde sich übergeben, gibt es in der Regel Symptome, wie:

  • Gras fressen: nicht nur ein bis zwei Halme, sondern ganze Büschel
  • Schmatzen: aufgeregtes Schmatzen ist ein unmittelbares Anzeichen
  • Lecken des Mauls: ein weiteres Symptom, dass der Hundemagen verstimmt ist

Meist ist eine solche Magenverstimmung für Hunde harmlos und es braucht einfach seine Zeit, bis der Magen sich wieder erholt hat. Gerade bei älteren und jüngeren Hunden kann es daher kommen, dass etwas Unverträgliches gefressen wurde oder das Futter zu kalt war. Sollten die Symptome nicht länger als zwei Tage andauern und der Hund sonst gesund und munter sein, gibt es zunächst keinen Grund zur Sorge! Kommen allerdings weitere Symptome hinzu, wie Fieber, Krämpfe oder auffälliges Verhalten, sollten Sie schnell einen Tierarzt aufsuchen.

Hausmittelchen zur Behandlung von Magenverstimmungen

Was können Sie also tun, wenn es im Magen Ihres Vierbeiners rumort und er mit einer leichten Magenverstimmung zu kämpfen hat? Diverse Hausmittelchen helfen, sodass es Ihrem Hund bald wieder besser geht. Zunächst einmal sollten Sie einen Tag lang gar nichts mehr füttern. Natürlich fällt das schwer, schließlich hat er sich übergeben und wird hungrig sein, allerdings braucht der Magen eine Pause, um sich zu erholen. Gerade jetzt ist es überaus wichtig, dafür zu sorgen, dass Ihr Hund ausreichend trinkt. Der Flüssigkeitsverlust muss ausgeglichen werden, um schnell zum Wohlbefinden zurückzukehren. Hierzu kann selbstverständlich Wasser oder sogar Tee, wie zum Beispiel Fencheltee, angeboten werden.

Der Tag danach

Sobald die 24 Stunden ohne Fütterung verstrichen sind, können Sie mit magenschonender Kost versuchen, ob Ihr Hund etwas fressen möchte. Dazu können Sie beispielsweise Hüttenkäse mit weichgekochtem Reis mischen und etwas Salz dazugeben, um den Elektrolythaushalt auszugleichen. Auch gekochtes Hühnerfleisch, Kartoffelbrei und Quark zählen zur Schonkost und helfen rasch wieder auf die Pfoten zu kommen. Nach etwa drei Tagen sollte dann alles überstanden sein und Sie können Ihren Liebling wieder wie gewohnt füttern.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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