Die Wasserrute bei Hunden ist eine äußerst schmerzhafte Verletzung des Rutenansatzes und der umliegenden Nerven. Auufgrund des Schmerzgrades und der Schmerzposition am Körper wird die Wasserrute oft mit dem Hexenschuss beim Menschen verglichen. Die Verletzung tritt vor allem bei jüngeren Tieren im Alter zwischen zwei und zehn Jahren sowie bei regelmäßig und stark aktiven Hunden, beispielsweise Jagd- und Sporthunden, auf.

Grundsätzlich kann die Wasserrute bei jeder Hundeart auftreten, wird aber besonders häufig bei Golden Retrievern, Settern und Labradoren festgestellt. Zu den häufigsten Ursachen der Wasserrute zählen das Bad im kalten Wasser und eine körperliche Überanstrengung des Tieres – daher auch die passende englische Bezeichnung „cold water tail“. Mitunter reicht aber bereits ein zu ausgelassenes Spiel bei kaltem oder kühlem Wetter oder eine längere Bewegungseingeschränktheit beispielsweise beim Transport in einer zu kleinen Transportbox aus, um eine Wasserrute hervorzurufen.

Symptome der Erkrankung

Woran erkennen Sie die Wasserrute? Typische Erkennungszeichen einer Wasserrute sind:

  • Schlaffheit der Rute. Die Rute wird nicht mehr zum Wedeln eingesetzt, sondern hängt leblos und schlaff vom Körper. Teilweise wird sie auch etwas seitlich gehalten, ist aber immer kraftlos.
  • Hoher Schmerzgrad. Der Hund leidet offensichtlich unter Schmerzen und kann weder schmerzfrei sitzen, noch liegen. Oft nehmen sie den sogenannten Welpensitz ein, bei dem die Beine seitlich unter dem Körper weggestreckt werden, um die Rute zu entlasten.
  • Ruhe- und Rastlosigkeit. Aufgrund der starken Schmerzen, die von einer Wasserrute hervorgerufen werden, sind die Hunde unruhig, aber matt und energielos. Oft können die Tiere vor Schmerzen nachts nicht schlafen, der übliche Bewegungsradius ist stark eingeschränkt.

Wirksame Behandlungsmethoden

Eine Wasserrute ist heilbar, wenngleich es auch kein Patentmittel gibt, das zu einer schnellen Schmerzlinderung führt. Wichtig ist es, dass Sie Ihren Hund ausreichend schonen und die betroffene Region mit Wärme behandeln beispielsweise mithilfe einer Rotlichtlampe. Schmerzstillende Präparate vom Tierarzt können die Heilung beschleunigen. In der Regel klingt eine Wasserrute innerhalb von drei bis fünf Tagen ohne Folgeschäden wieder ab; die Verletzung kann jedoch immer wieder auftreten und im Laufe dessen auch eine Verkrümmung der Rute hervorrufen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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