In diesem Artikel lesen Sie über die Risikofaktoren und die Prävention eines Blutohrs. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel unter dem Fachbegriff Othämatom.

Blutohr beim Hund: Risikofaktoren

Tendenziell ist die Liste an Risikofaktoren der Entstehung eines Blutohrs kurz. Ein bewiesener Risikofaktor für die Entstehung eines Blutohrs ist die Ohrenform des Hundes: Vierbeiner mit hängenden Ohren sind gefährdeter, unter diesem Bluterguss am Ohr zu leiden, als ihre Artgenossen mit stehenden Ohren. Zum einen liegt das daran, dass beim Kopfschütteln die Ohrmuscheln stärkeren Kräften ausgesetzt sind. Zum anderen kommt einfach weniger Luft an die Ohrinnenseite, wenn die Schlappohren sie verdecken. Daraus resultierend sind Ohrentzündungen wahrscheinlicher, welche wiederrum zu einem Blutohr beim Hund durch häufiges und starkes Kopfschütteln führen können. Auch kann es vorkommen, dass Fremdkörper (wie beispielsweise Grannen) im bzw. am Ohr jucken und schmerzen. Der Hund wird versuchen, den Störenfried mit starkem Kopfschütteln zu beseitigen und spielt damit der Entstehung eines Blutohrs zu. Hunde, die häufiger über Felder und Wiesen mit hohen, trockenen Gräsern rennen, sind daher möglicherweise auch vermehrt gefährdet. Ob auch autoimmune Vorgänge (also wenn das Immunsystem gegen das körpereigene Gewebe arbeitet) eine Rolle spielen, wurde bisher noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Blutohr beim Hund: Prävention

Als Präventivmaßnahme brauchen Sie lediglich die Ohren Ihres Hundes regelmäßig (ungefähr einmal die Woche) zu kontrollieren und bei leichter Verschmutzung zu reinigen. Dabei sollten Sie auf keinen Fall Wattestäbchen verwenden! Stattdessen reicht es, ein feuchtes Tuch um den Finger zu wickeln und die äußere Ohrmuschel damit behutsam zu säubern und danach mit einem trockenen Tuch abzutrocknen. Daneben kann es sinnvoll sein, die Ohren des Hundes nach dem Badespaß im See abzutrocknen. So können Sie einer Ohrenentzündung und damit auch einem Blutohr beim Hund vorbeugen. Während des Reinigens können Sie außerdem auf auffällige Rötungen oder weitere ungewöhnliche Veränderungen achten. Je früher eine Ohrenentzündung erkannt und behandelt wird, desto geringer ist das Risiko, dass ein Blutohr beim Hund entsteht!

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Blutohr beim Hund: Wann zum Tierarzt?

Ein Blutohr kann Ihren Liebling in seinem Alltag beeinträchtigen, da es juckt und schmerzt. Zusätzlich kann es auch aus kosmetischen Gründen sinnvoll sein, frühzeitig zu behandeln bzw. sogar zu operieren, da ohne Behandlung Knorpel gebildet werden und es möglich ist, dass sich die Ohrmuscheln dauerhaft verformen. Stellen Sie also ungewöhnliche Rötungen oder Verdickungen am Ohr Ihres Vierbeiners fest, ist ein Tierarztbesuch bereits sinnvoll – auch, um möglichen Entzündungen entgegenzutreten. Auch das Verhalten des Hundes kann ein Grund sein, fachliche Hilfe aufzusuchen: Wenn Ihr Liebling sich besonders viel am Ohr kratzt, sehr viel den Kopf schüttelt oder den Kopf ständig schief hält, sind das Anzeichen eines Ohrentzündung oder einer anderen Erkrankung und er sollte untersucht werden.

Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Müller.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © Titelbild: Carola Schubbel - stock.adobe.com

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