Die Papillomatose wird durch Papillomaviren ausgelöst. Dabei handelt es sich um das Canine Papillomavirus (COPV). Diese können eine Vielzahl von gutartigen aber auch bösartigen Hauttumoren auslösen. Um jedoch bösartige Tumore zu bilden, sind Papillomaviren zwar Voraussetzung, es wird aber momentan davon ausgegangen, dass sie nicht der alleinige Auslöser sind. Mittlerweile sind sieben verschiedene Papillomaviren bekannt, die Krankheiten bei Hunden auslösen können. Die am weitesten verbreitete Erkrankung ist die orale Papillomatose. Meist sind junge Hunde betroffen, doch die orale Papillomatose heilt nach einiger Zeit von selbst aus. In der Regel beträgt die Zeit bis zur vollständigen Ausheilung ein bis fünf Monate. Die Papillomatose kann aber auch an Bindehäuten, Hornhäuten und Augenliedern auftreten. Grundsätzlich treten Papillomen bei jungen Hunden bis zwei Jahre auf. Sie können allerdings auch ältere Hunden betreffen, sollte der Vierbeiner zum Beispiel nach einer Infektion immungeschwächt sein. Die Infektion mit den Papillomaviren erfolgt über kleine Wunden im Maulbereich, die durch äußerliche Einwirkung auftreten.

Symptome der Papillomawarzen

Sollte Ihr Hund sich infiziert haben, bilden sich nach einer Inkubationszeit von vier bis acht Wochen eine große Anzahl von bis zu 100 Warzen, meistens im Maulbereich. Die Papillomen weisen folgende äußeren Erscheinungsmerkmale auf:

  • Verschiedene Größen, von einigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern
  • Grauweiße Farbe
  • Weich oder fest
  • Glatte oder schrumpelige Oberfläche

Durch das Beißen auf die Warzen können diese aufplatzen und bluten. Dies ist schmerzhaft für Ihren Hund und kann zu Appetitlosigkeit führen. Schmerzmittel werden hier jedoch in der Regel nicht verabreicht, da Ihr Hund keine unerträglichen Schmerzen erleidet. Die Diagnose stellt ein Tierarzt meist durch eine Gewebeprobe oder einen direkten Erregernachweis im Warzenmaterial.

Behandlungen und Heilungsaussichten

Wie bereits erwähnt, heilt die Papillomatose in den meisten Fällen eigenständig nach ein bis fünf Monaten aus und bedarf in diesen Fällen keiner besonderen Therapie. Ein operativer Eingriff zur Entfernung der Warzen kann dann notwendig werden, wenn die Papillomen Ihren Hund beim Kauen stark behindern oder es durch das unbeabsichtigte Aufbeißen der Warzen und den resultierenden Blutungen zu Folgeinfektionen kommt. Des Weiteren fördert die Entfernung einer bzw. mehrerer Warzen die Spontanheilung der übrigen Warzen. Es wird vermutet, dass durch das freigesetzte Antigen eine erhöhte Immunantwort hervorgerufen wird. Sie können auch einzelne Warzen mit bestimmten antitumoral und antiviral wirkenden Proteinen unterspritzen lassen, die die Papillomen zusätzlich schwächen. Auch diese Behandlungsmethode ruft eine erhöhte Immunantwort hervor.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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