Ein Gastartikel von Zweiradkraft.com

Das Angebot an Anhängern für Hunde passt sich laufend an die Anforderungen und Erwartungen der Konsumenten und ihrer Vierbeiner an. Das Angebot wird immer größer, weshalb sich auch die Endverbraucher immer schwerer tun, die passende Entscheidung zu treffen. Die Frage lautet also, worauf sollte man beim Kauf eines Hundeanhängers überhaupt achten?

Worin unterscheiden sich die Modelle?

Das Herzstück eines Hundeanhängers, der Aufbau, verläuft einem Schema nach und ist grundsätzlich bei allen Modellen gleich oder zumindest ähnlich. Interessant wird es bei der Preis- und Qualitätsfrage, da sich hier nahezu alle Modelle unterscheiden. Die Preisklasse ist vor allem von der Ausstattung abhängig, welche wiederrum ein enorm breites Angebot bietet. Hier stellt sich vor allem eine Frage: Soll der Anhänger auch über eine Federung verfügen?

Die 5 wichtigsten Tipps beim Kauf eines Hundeanhängers

Tipp #1: Der Innenraum des Anhängers

Oberste Priorität beim Kauf hat die Größe des Hundes. Je größer der Hund, desto mehr Platz wird benötigt und desto größer muss folglich das Transportmittel sein. Kleinere Hunde sind in kleineren Modellen besser aufgehoben, da sie darin nicht hin- und her rutschen.

Um das passende Modell zu finden, ist es ratsam, den Hund sowohl im Stehen als auch im Liegen in seiner Länge, Breite und Höhe zu vermessen und anschließend die Maße mit den Produktabmessungen abzustimmen. „Offline“ kann man den Anhänger natürlich vor Ort austesten. Wichtig: Der Anhänger sollte Ihrem Liebling sowohl im Sitzen als auch im Liegen ausreichend Platz bieten.

Zu beachten ist neben der Größe auch das Gewicht des Hundes und dabei sollte vor allem auch die Maximalbelastung nicht überschritten werden! Diese ist in der Regel in der Produktbeschreibung zu finden und soll bzw. darf aus Sicherheitsgründen für alle Beteiligten nicht überschritten werden.

Tipp #2 Haupteinsatzzweck des Anhängers beachten

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, müssen Sie sich Gedanken machen, welchen Zweck der Anhänger vorwiegend erfüllen soll. Wenn einfache Touren ohne Off-road-Passagen geplant sind, können Sie sich durchaus auch für ein Modell entscheiden, welches über keine Federung verfügt. Tipp: Um trotzdem eine leichte Federleistung herzustellen, empfiehlt es sich den Luftdruck in den Reifen etwas geringer zu halten.

Je mehr man sich aber auf unwegsamem Terrain wie Schotter, Waldwegen oder ähnlichem bewegt, desto wichtiger ist eine gute Federung, da sie den Fahrkomfort durch die Abfederung unangenehmer Unebenheiten vor allen Dingen für Ihren Vierbeiner steigert. Aber auch Sie werden feststellen, dass sich die Fahrt wesentlich angenehmer gestaltet!

Tipp #3: Funktionalität und Ausstattung

Beim Material sollten Sie darauf achten, möglichst schadstofffreies und strapazierfähiges Material zu wählen. Hunde sind während der Fahrt meist unbeobachtet und können daran kauen, schlecken, etc. Leider muss man beim Thema „Schadstoffe“ meist selbst recherchieren und die angegebenen Materialien im Internet prüfen, da die Tests diese Kategorie meist nur bei Kinderfahrradanhängern miteinbeziehen.

Idealerweise sollte der Transporter auch zusammenklappbar sein und so einen platzschonenden Transport im Kofferraum ermöglichen.

Viele Hunde haben es gerne, wenn das Verdeck oben offen ist („Cabrio-Feeling“). Damit Ihr Vierbeiner auch ohne offenes Verdeck ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, sollten die Belüftungsmöglichkeiten gecheckt werden (meist in der Produktbeschreibung und auf den Produktabbildungen zu finden):

  • Sind die Fensterabdeckungen abnehmbar?
  • Verfügen die Fenster über integrierte Insektenschutzgitter?
  • Für heiße Sommertage: Gibt es einen Sonnenschutz?

Tipp #4: Wichtige Sicherheitsaspekte

Wichtige Sicherheitsmerkmale wie Kippschutz, Reflektoren, Wimpel sowie eine rutschfeste Unterlage sollten zur Grundausstattung gehören. Hinsichtlich der Kippsicherheit sollte man bei schwereren, größeren Hunderassen ein Modell mit drei Rädern in Erwägung ziehen, da ein tieferer Schwerpunkt die Stabilität erhöht.

Achtung: Hinten am Anhänger sollte ein zusätzliches Rücklicht angebracht werden, um die Sichtbarkeit bei Dämmerung zu erhöhen. Das Rücklicht ist in der Regel nicht im Lieferumfang enthalten, jedoch erhöht es die Sicherheit.

Der Anhänger wird mit einer Kupplung am Fahrrad befestigt. Hier gilt zu beachten, wie diese angebracht wird und vor allem an welcher Seite, da sie nicht nur das Fahrrad und den Anhänger miteinander verbindet, sondern auch erheblichen Einfluss auf das Risiko des Kippens hat.

Um die Fahrsicherheit zu erhöhen, bietet es sich an, eine zusätzliche Sicherheitsleine an der Verbindung zum Fahrrad anzubringen, um ein Loslösen des Hängers zu verhindern, falls sich die Kupplung aus einem unbestimmten Grund lösen sollte. Viele Modelle haben diese bereits in der Standardausstattung dabei, bei manchen muss sie separat bestellt werden.

Tipp #5: Zusätzliche Features

Um die Anhänger besser miteinander vergleichen zu können, genügt ein Blick auf den Lieferumfang. Dabei geht es im Detail um die Frage: Was ist im Preis bereits inkludiert und welches Zubehör wie z. B. Innenleine, Wind- und Regenschutz, zusätzliche Reflektoren oder Rücklichter muss zusätzlich erworben werden? Meist ist im Innenraum beispielsweise eine einfache Bodenmatte oder Wanne vorhanden. Wer mehr Komfort sucht, wird hier wahrscheinlich mit einer gepolsterten Unterlage nachrüsten wollen. Alle zusätzlichen Extras bedeuten natürlich einen höheren Preis. Besonderen Wert sollte man beim Kauf in erster Linie auf ausreichend fixierte Reflektoren sowie Wind- und Wetterschutz legen.

Fazit

Günstige Anhänger (z. B. von Trixie oder Pawhut) gibt es je nach Größe und Ausstattung bereits ab 100 Euro. Diese Modelle verfügen allerdings über keine Federung. Wer mehr Wert auf Komfort legt und bereit ist, dafür mehr Geld auszugeben, ist definitiv mit einem Modell samt verbauter Federung (z. B. Petego Komfort Wagon) besser bedient. Egal, wie Sie sich entscheiden, abgesehen von der Federung, sollten Sie unbedingt auch auf den Lieferumfang und die wichtigsten genannten Sicherheits- und Qualitätskriterien achten.

Autor: Gerald Bacher

Gerald Bacher betreibt die Online-Plattform für Fahrradtransport Zweiradkraft.com. Dort informiert er seine Besucher vor allem über hochwertige Kinder-, Lasten und Hundetransportlösungen. Neben ausführlichen Informationen über Qualität, Sicherheit und Hersteller, berichtet er im Blog außerdem über aktuelle Themen.

 

 

 

 

 

Foto: © oben: Conny Hagen/Fotolia, unten: Zweiradkraft

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