Körperliche Einschränkungen unserer Vierbeiner sind für einen normalen Tierbesitzer häufig nur schwer zu erkennen. Damit Sie Veränderungen Ihres Hundes schon frühzeitig bemerken, hat Tierphysiotherapeutin Sina Gratzke von Step by Step-Tierphysiotherapie einige Untersuchungen erklärt, die Sie ganz einfach zuhause durchführen können.

Beweglichkeit

Bieten Sie Ihrem Hund ein Leckerli an. Halten Sie es dabei in verschiedene Richtungen, also rechts und links neben sowie über und unter den Kopf. Damit überprüfen Sie die Beweglichkeit des Kopfes und Halses und den damit verbundenen Strukturen: Vermeidet Ihr Tier Bewegungen in einige Richtungen oder bewegt seinen ganzen Körper statt lediglich den Kopf zu drehen, sollten Sie dies von Ihrem Tierarzt bzw. Tierphysiotherapeuten überprüfen lassen.

Abtasten

Wenn Sie den Körper Ihres Vierbeiners abtasten, können Sie beobachten, an welchen Stellen er empfindlich reagiert und möglicherweise Schmerzen hat. Versuchen Sie dabei zu unterscheiden, ob Ihr Liebling die Berührung beispielsweise an der Rute einfach nur als unangenehm empfindet (z.B. weil es nie trainiert wurde und er Angst hat) oder ob es tatsächlich wehtut. Sind Sie sich unsicher, sollten Sie vorsichtshalber einen Experten um Rat fragen.

Die „Kibblersche-Hautfalte“

Außerdem empfiehlt Sina Gratzke, mindestens einmal pro Woche die „Kibblersche Hautfalte“ durchzuführen. Bei dieser Untersuchung beginnen Sie, die Haut Ihres Lieblings langsam als eine Art Welle von oben nach unten zu rollen. Dabei suchen Sie nach sämtlichen Veränderungen wie zum Beispiel Temperaturunterschieden oder auch Verquellungen des Gewebes. Dies könnten bereits Anzeichen für erste Veränderungen sein. Gehen Sie besonders sanft vor, um dem Hund auch an empfindlichen Stellen nicht wehzutun. Sind Sie sich unsicher, lassen Sie sich das Vorgehen vorab von einem Experten zeigen.

Den Hund kennen

Bei einer regelmäßigen Untersuchung des eigenen Tieres entwickelt der Besitzer ein gutes Gespür für seinen Hund. Veränderungen werden schneller wahrgenommen und man entwickelt immer mehr Feingefühl für den Körper seines Vierbeiners.

Foto: © underdogstudios/Adobe Stock

(75)