Die afrikanische Falbkatze ist äußerlich nur schwer von den in ihrem Lebensraum vorkommenden Hauskatzen zu unterscheiden. Kein Wunder, schließlich wird sie als Begründerin unserer heutigen Samtpfoten bezeichnet.

Zierliche Wilde

Die Falbkatze ist vornehmlich in Afrika, aber auch in Israel, der Osttürkei und dem Iran zuhause. Sie passt sich an fast alle Lebensräume an, dazu zählen Wüsten, Buschland und Felsregionen. In Regelwäldern hingegen ist sie nicht anzutreffen. Ihr Äußeres ähnelt stark ihren Nachfahren: Bei einem Gewicht von drei bis sechs Kilogramm hat sie jedoch etwas längere und schlankere Beine. Ihre Fellfarbe variiert von einem hellen Creme über Sandgelb bis hin zu Grau- und Brauntönen. Die großen Augen weisen auf ihre Nachtaktivität hin. Dann jagt sie hauptsächlich Nagetiere, wagt sich aber gelegentlich auch an größere Beute bis hin zu jungen Antilopen.

Direkte Vorfahrin

Unsere Stubentiger stammen direkt von der wilden Falbkatze ab. Forscher gehen davon aus, dass sie vor allem in Ägypten und im Nahen Osten domestiziert wurde. Dies war eine Folge der zunehmenden Sesshaftigkeit der Menschen und ihrem Getreideanbau: Die kleinen Jäger haben die Ernten vor Nagern geschützt und gingen so eine Verbindung mit den Menschen ein. Neben einigen Tieren wie Hyänenhunden oder großen Greifvögeln ist eine der größten Bedrohungen der reinrassigen Wildkatze die Vermischung mit verwilderten Stubentigern zu Hybriden.

Foto: © Alistair/Adobe Stock

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