Ein Knick im Hundeschwanz fällt zwar auf, ist jedoch selten mehr als ein kleiner Schönheitsfehler. Wie diese Besonderheit bei einigen Vierbeinern zustande kommen kann und worauf Sie bei Ihrem Liebling achten sollten, haben wir für Sie zusammengefasst.

Vererbte Anomalie

Eine Verformung der Rute kann durch einen Unfall verursacht werden, was jedoch in den wenigsten Fällen zutrifft. Stattdessen hat ein Knick seinen Ursprung fast immer in den Genen und ist teilweise erst zum Ende der Wachstumsphase eines Hundes erkennbar. Die Tiere können die betreffenden Erbanlagen in sich tragen, ohne dass sie tatsächlich zum Vorschein treten: Erst wenn beide Elternteile die Gene für diese Anomalie an die Welpen weitergeben, entstehen bei ihnen Wirbelveränderungen, die einen Knick verursachen.

Verändertes Wachstum

Die Wirbelsäule eines Hundes besteht aus Hals-, Brust-, Lenden und Schwanzwirbeln. Bereits die Deformierung eines einzelnen Schwanzwirbels kann einen Knick hervorrufen. Dabei gibt es zwei verschiedene mögliche Veränderungen der Wirbelform: Sowohl Keil- als auch Blockwirbel haben eine ungewöhnliche Biegung der Rute zur Folge. Bei einem Keilwirbel wirken die Zugkräfte der Bänder und Muskeln, die die Wirbel zusammenhalten, auf beiden Seiten unterschiedlich stark. Dadurch wächst der Wirbel zu einer eher trapezähnlichen Form anstatt zu einer rechteckigen. Blockwirbel hingegen entstehen, wenn zwei oder mehrere Wirbel miteinander verwachsen.

Kein Grund zur Sorge

Solange Ihr Hund keine Anzeichen von Schmerzen zeigt, gibt es keinen Grund, sich bei einer Knickrute Sorgen zu machen. Allerdings kommt es vor, dass Keil- und Blockwirbelbildungen in der Rute Anzeichen für ähnliche Deformierungen im Hals- und Brustbereich sind. Diese können Ihrem Liebling gegebenenfalls Beschwerden bereiten, weshalb Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten lassen sollten. Um im Fall eines Problems hinsichtlich der Kosten abgesichert zu sein, können Sie außerdem einen Tierkrankenschutz abschließen.

Foto: © Kaewsap/shutterstock.com

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