Ein erwachsener Mensch braucht etwa acht Stunden Schlaf am Tag, ein erwachsener, gesunder Hund zwischen 17 und 20 Stunden. Alles rund um das Schlafverhalten unserer Vierbeiner und was es über unsere Beziehung und das Befinden des Tieres aussagt, klären wir hier auf.

"Schlafende Hunde soll man nicht wecken!"

Der Hund hat sich im Laufe der Zeit stark an den Alltag des Menschen angepasst. Deshalb schlafen die meisten Fellnasen, wenn auch ihre Besitzer zur Ruhe kommen und sind aktiv, wenn ihre Menschen es sind. Ausreichend Schlaf ist äußerst wichtig für die Gesundheit und Ausgeglichenheit unserer Vierbeiner. Deshalb sollte man die Redewendung wortwörtlich nehmen und schlafende Hunden in Ruhe lassen.

Schlaf ist nicht gleich Schlaf

Genau genommen dösen Hunde tagsüber die meiste Zeit nur. So können sie blitzschnell hellwach sein, wenn etwas Spannendes passiert. Nur etwa 6-8 Stunden befinden sie sich im Tiefschlaf. Neben Leicht- und Tiefschlafphasen gibt es wie beim Menschen die REM – Phasen. In dieser Zeit träumt der Hund. Unverwechselbar ist diese Phase an zuckenden Pfoten, den Lidbewegungen und leichtem Winseln zu erkennen. Manche Hunde bellen und knurren auch. Obwohl es durchaus amüsant sein kann, seinem Vierbeiner beim Träumen zuzuschauen, es ist möglich, dass er gerade einen Alptraum hat. Wenn Ihr Liebling Ihnen vertraut und Sie nicht fürchten müssen, dass er vor Schreck eine Gefahr für Sie werden könnte, dann legen Sie sanft Ihre Hand auf den zuckenden Körper. Sprechen Sie ihm leise zu und streicheln Sie ihn noch eine Weile, nachdem er wach geworden ist.

Wie Hunde träumen

Psychologie-Professor Stanley Coreen hat die Träume unserer Vierbeiner erforscht. Die Ergebnisse im Überblick:

  • Kleine Hunde träumen mehr als große.
  • Alle zehn Minuten kann ein kleiner Hund träumen, bei großen Hunden liegt etwa eine Stunde zwischen den Träumen. Allerdings sind diese länger als Träume von kleinen Hunden.
  • Wie wir Menschen verarbeiten auch unsere Lieblinge ihren Alltag und träumen zum Beispiel von der letzten Verfolgungsjagd, dem Aufspüren von Wild oder dem Verteidigen von Haus und Hof. Um dies herauszufinden, haben die Wissenschaftler die natürliche Schutzregion des Gehirns ausser Kraft gesetzt, welche verhindert, dass Träume real umgesetzt werden. Die Tiere fingen an zu schlafwandeln und führten aus, was sie träumten.

Im zweiten Teil dieser Serie, der am kommenden Donnerstag erscheint, berichten wir über die Schlafpositionen von Hunden und was diese über unsere Vierbeiner aussagen.

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