Oft zögert man, eine Katze mit Sehbehinderung bei sich aufzunehmen, aus Angst, mit dem Handicap überfordert zu sein. Bei vielen blinden Katzen kann man jedoch feststellen, dass sie nicht viel von sehenden Artgenossen unterscheidet. Beim Umgang mit blinden Katzen sollten nichtsdestotrotz ein paar Punkte besonders beachtet werden, damit sich die Samtpfoten in ihrer Umgebung zurechtfinden und wohlfühlen können.

 

Streicheleinheiten bei blinden Katzen

Wichtigster Punkt im alltäglichen Umgang mit einem blinden Stubentiger, ist die Art und Weise der Berührung. Streicheln Sie möglichst nicht einfach drauf los, sondern sprechen Sie immer zuerst die Katze an und halten Sie auch die Hand vor das Näschen – so erschrickt der Stubentiger nicht und erkennt am Geruch, wen er vor sich hat. Sauberkeit blinder Katzen Anders als man vielleicht vermutet, sind blinde Katzen genauso sauber und ordentlich wie Sehende. Wo sich das Katzenklo oder die Futter – und Trinkmöglichkeiten befinden, muss den kleinen Vierbeiner zwar zunächst ein – oder zweimal gezeigt werden, doch in der Regel merken sich die Tiere die jeweiligen Standorte schnell.

Höheneinschätzung blinder Katzen

Auch erblindete Katzen sind in der Lage, Höhen wie zum Beispiel den Sprung vom Sofa oder Bett abzuschätzen. Höhere Klettermöglichkeiten sollten jedoch aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Orientierung blinder Katzen Katzen mögen Veränderungen generell nicht gern. Besonders für blinde Katzen können schon kleinste Möbelumstellungen Orientierungslosigkeit und damit Stress bedeuten. Blinde Samtpfoten legen sich mit der Zeit eine Art Navigationsgerät für ihre Umgebung an. Dadurch können sie sich, genau wie ihre Artgenossen, zielsicher bewegen. Dies ist jedoch nur möglich, solange alles bei seiner bekannten und gewohnten Ordnung bleibt.

Haltung blinder Katzen

Für die meisten blinden Samtpfoten ist die Wohnungshaltung am sinnvollsten. Möchte man dem Tier dennoch etwas mehr Freilauf bieten, z.B. auf dem Balkon oder der Terrasse, ist eine katzengerechte Absicherung unerlässlich. Bei Balkonen sollten beispielsweise besonders stabile Katzennetze – oder Zäune genutzt werden, die das Tier zur Not auch halten können, falls es mit zu viel Schwung dagegen läuft oder springt.

Foto: © Aurelio Wieser/fotolia.com

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