Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzuschaffen, steht vor einer großen Entscheidung. Bevor diese gefällt wird, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass ein Hund auch große Verantwortung mit sich bringt. Eine artgerechte Hundehaltung erfordert sowohl einige finanzielle und zeitliche Voraussetzungen als auch eine angemessene Wohnsituation. Von diesen Faktoren sowie Ihrem eigenen Aktivitätslevel sollte auch die Wahl der Hunderasse abhängig gemacht werden. In unserer neuen Serie geben wir Ihnen jede Woche hilfreiche Tipps und Informationen rund um das Thema Hundeanschaffung. Heute erfahren Sie, welche Kosten ein Hund mit sich bringt.

Das Zusammenstellen einer Kostenübersicht ist der erste Schritt, der vor der Aufnahme eines Hundes in die Familie getan werden sollte. Die finanzielle Situation entscheidet weitgehend darüber, ob eine artgerechte Hundehaltung überhaupt möglich ist. Es ist nämlich nicht damit getan, das Tier und die Grundausstattung zu kaufen.

Weitgehend einmalige Kosten

Allein die Anschaffunskosten für einen Hund können sehr unterschiedlich ausfallen. Sie variieren je nach Rasse und Herkunft des Tieres. Bei einem Hund aus dem Tierheim betragen die Kosten, je nachdem wie alt er ist und ob er schon kastriert wurde, zwischen 150 und 300 Euro. Dies gilt sowohl für Mischlinge als auch für Rassehunde. Bei einem Züchter können die Preise – je nach Rasse – sehr unterschiedlich ausfallen. Angefangen bei rund 500 Euro, können für sehr seltene oder beliebte Rassehunde schon mehrere Tausend Euro anfallen. Zur Grundausstattung eines Hundes gehören Körbchen, Liegematte oder Hundehütte, Fress- und Trinknapf, Leine, Halsband und ggf. Geschirr, Spielzeug sowie Futter. Je nach Größe des Tieres und Anspruch an die Qualität sollten hierfür mindestens 150 Euro einkalkuliert werden.

Monatliche Fixkosten

Zu den Ausgaben, die monatlich für einen Hund anfallen, zählen Futterkosten, die Hundesteuer, ggf. Hundehaftpflicht und Hundekrankenversicherung sowie andere diverse Ausgaben beispielsweise für Spielzeug, Zubehör und Hundeschule. Die Kosten für Hundefutter richten sich nach der Größe des Hundes und der Art der Ernährung. Möchten Sie Ihren Vierbeiner mit Trockenfutter oder Nassfutter füttern oder bereiten Sie das Futter selbst zu und Barfen?? Je nach Futtermethode fallen so monatliche Kosten zwischen 10 Euro und 100 Euro oder mehr an. Sollten Sie Ihren Liebling zur Welpenschule und auch darüber hinaus weiterhin zu Hundeschul-Kursen schicken wollen, müssen Sie auch dafür monatliche Kosten einplanen. Die Preise der Hundschulen variieren sehr stark, mit 40 Euro monatlich sollten Sie mindestens rechnen, es geht natürlich auch um einiges teurer. Auch das Abführen einer Hundesteuer gehört in Deutschland zu den Pflichten eines jeden Hundebesitzers. Die Kosten hierfür variieren je nach Wohnort und Rasse des Vierbeiners und können jährlich mehrere Hundert Euro betragen.

Zusatzposten Versicherung

Natürlich wird auch ein Hund mal krank, verletzt sich oder benötigt Vorsorgemaßnahmen. Die Tierarztkosten für regelmäßige Untersuchungen, Impfungen und Entwurmungen, aber auch für unvorhersehbare Unfälle und eventuelle Erkrankungen des Hundes können einen großen Kostenpunkt darstellen. Sie sollten daher ebenfalls vor der Anschaffung eines Hundes bedacht werden. Hier empfiehlt sich der Abschluss einer Hundekrankenversicherung, wenn Sie diese Kosten nicht alleine tragen möchten. Für die Absicherung vor finanziellen Risiken durch Schäden, die der Vierbeiner verursacht, sollte jeder Hundehalter außerdem eine Hundehaftpflichtversicherung haben. In einigen Bundesländern ist dies bereits Pflicht. Welche Beiträge für welche Art von Hund anfallen, können Sie ganz einfach mit unserem Tarifrechner ermitteln.

Die wichtigsten Tipps zur Hundeanschffung haben wir für Sie in einem PDF zusammengefasst. Nächste Woche erfahren Sie hier auf dem Hund & Katz Blog, wie viel Zeit Sie für die Hundehaltung mitbringen müssen und welche Wohnsituation für eine artgerechte Hundehaltung gegeben sein sollte.

Foto: © Nordreisender/fotolia.com

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