Massenweise befallen sie Eichen in Deutschland, lösen schmerzhafte Hautausschläge bis hin zu Asthmaanfälle aus: Die Eichenprozessionsspinner-Raupen. Für unsere Vierbeiner sind die giftigen Haare der Raupen sehr gefährlich und können bei Kontakt mit Augen, Mund und Nase allergische Hautreaktionen, Bindehautentzündungen und so stark anschwellende Schleimhäute hervorrufen, dass die Atemwege versperrt werden. Als Tierbesitzer sollte man sich deswegen über Vorkommen und Aussehen der Raupen informieren, sowie über Vermeidungsstrategien Bescheid wissen.

Eigenschaften und Vorkommen

Raupen gelten eigentlich immer als harmlos, sind sie dazu noch über und über mit Haaren bedeckt, finden gerade Kinder sie häufig sogar niedlich. Die Raupen aus den Eiern des Eichenprozessionsspinners, eines eher unscheinbaren Falters, sind jedoch alles andere als das. Vom nervigen Juckreiz bis hin zu gefährlichen Schleimhautreizungen - sie plagen Mensch und Tier und das das ganze Jahr über! Denn die giftige Wirkung der Härchen Im Mai und im Juni ist die Gefahr am größten, mit den Härchen in Kontakt zu kommen, weil die Raupen dann geschlüpft sind und in langen Reihen gemeinsam auf Futtersuche gehen (prozessieren). Die Raupen verlieren sie durch starken Winden, stoßen sie aber auch direkt ab, wenn sie sich bedroht fühlen. Die Härchen setzen sich im Unterholz, Rasen und Gebüsch fest und unsere Vierbeiner verletzen sich beim Herumschnüffeln und Spielen. Besonders verbreitet sind die Eichenprozessionsspinner in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Kommt Ihr Hund mit einer Raupe oder umherfliegenden Härchen in Kontakt, sollten Sie schnellstmöglich Haut und Fell mit warmem Wasser abspülen. Am besten ist es, wenn Sie dazu Handschuhe benutzen und gegebenenfalls Ihren Mund schützen, damit die zarten Härchen nicht auch noch Sie treffen. Ein vorsichtiges Absaugen des Fells mit einem kleinen Tischsauger kann auch helfen. Bei direktem Kontakt und besonders, wenn der Vierbeiner mit den Härchen an Mund, Nase und Augen in Berührung gekommen ist, sollte man auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen. Er versorgt das verletzte Tier meist lokal mit Medikamenten, oft aber zusätzlich durch eine Kortisonbehandlung oder eine Infusionstherapie. Die Kosten solch einer Behandlung werden allerdings von einer Tierkrankenversicherung übernommen.Häufig sind die betroffenen Gebiete ausgeschildert. Sie sollten natürlich gemieden und Hunde in der Umgebung leider angeleint werden. Die Gefahr, abseits der Wege mit den Raupen und den Härchen in Kontakt zu kommen ist einfach zu groß.

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