Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. In einigen Situationen kommt es zwischen Mensch und Hund aufgrund fehlenden Wissens zu Missverständnissen. Wir nehmen häufige Situationen, in denen es zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt, unter die Lupe:

Durch einen Hund kommt man mit unbekannten Menschen oft ganz leicht ins Gespräch. Der Austausch mit anderen Hundebesitzern ist interessant und hilfreich. Schließlich hat man oft dieselben Fragen und Probleme. Also ab auf die Hundewiese oder mit dem netten Besitzer des verspielten Labbis von nebenan eine schöne Runde drehen – Sozialkontakt zu anderen Hunden ist doch auch für meinen Liebling extrem wichtig, richtig?

Nicht alle Hunde freuen sich über Artgenossen

Hundetrainerin Kerstin Gebhardt: Hunde wie auch Menschen suchen sich ihre Artgenossen aus. Es gibt Hunde, die wollen unterwegs gar keinen Kontakt zu anderen Artgenossen, weil sie etwas Wichtigeres zu tun haben, wie z.B. Markieren, Spurensuchen oder einfach mal über die Wiese rennen, ohne von jedem angerempelt oder beschnuppert zu werden. Wenn Sie merken, dass ein anderer Hund zwar nett, aber eigentlich zu jung oder wild ist und Ihr Hund auch schon mehrfach durch Knurren oder Bellen „Lass mich!“ gesagt hat, dann tun Sie Ihrem Hund und sich den Gefallen und wechseln die Richtung. Stellen Sie sich vor, Sie freuen sich auf einen Stadtbummel, wollen in Ruhe mal alle Schaufenster und Geschäfte anschauen und jemand tippt Ihnen ständig auf die Schulter und will Sie davon abbringen. Finden Sie auch nicht lustig.

Foto: © Rita Kochmarjova/fotolia.com

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