Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. In einigen Situationen kommt es zwischen Mensch und Hund aufgrund fehlenden Wissens zu Missverständnissen. Wir nehmen häufige Situationen, in denen es zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt, unter die Lupe:

Manche Vierbeiner gelten als stur, weil sie gelernte „Befehle“ scheinbar willkürlich nicht umsetzen. Andere Hunde werden als besonders ängstlich eingestuft, weil sie in verschiedenen Alltagssituationen unsicher reagieren. Hinter beidem stecken aber oft weder Charakter- noch rassebedingte Eigenschaften, sondern vielmehr inkonsequentes Verhalten der Besitzer. Sind Sie für Ihren Hund berechenbar?

Im Zweifelsfall entscheiden Hunde selbst

Hundetrainerin Kerstin Gebhardt: Inkonsequentes Verhalten des Hundebesitzers ist für den Hund schwer einzuschätzen und gibt ihm nicht die gewünschte Sicherheit. Er hat keine klaren Regeln, die ihm sagen, das ist erlaubt und das nicht. Er wird im Zweifelsfall selbst entscheiden, was aus seiner Sicht für ihn das Beste ist. Inkonsequentes Verhalten kann den Hund verängstigen und dadurch zum Problemverhalten in vielen Situationen führen. Er wird im Alltag immer wieder „nachfragen“, ob das was gestern angesagt war, heute noch Bestand hat. Ein Vorgesetzter, der nicht weiß, was er will und dabei auch noch laut wird, wird nicht ernst genommen. Eigentlich schaut man da nur und sieht zu, dass man aus der Nummer einigermaßen gut rauskommt.

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