Eine Leishmanioseerkrankung kann nicht nur bei Menschen auftreten, sondern auch bei unseren Haustieren. Insbesondere bei Hunden wird diese Erkrankung hin und wieder diagnostiziert. Aber auch Hauskatzen können theoretisch betroffen sein, wenngleich sie sehr selten erkranken. Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine Infektionserkrankung, die hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten vorkommt. Daher wird die Erkrankung in Deutschland nur bei Tieren festgestellt, die z.B. im Mittelmeerraum Urlaub gemacht haben oder von dort importiert wurden.

Leishmaniose wird durch Leishmanien ausgelöst. Diese einzelligen Parasiten werden durch einen Stich der Sandmücke übertragen. Vom Stich bis zum eigentlichen Ausbruch der Erkrankung kann es Wochen oder sogar Monate dauern. Zum Ausbruch der Leishmanioseerkrankung bei infizierten Hunden oder Katzen kommt es vor allem dann, wenn das Tier ein geschwächtes Immunsystem hat.

Symptome einer Leishmaniose bei Hund und Katze

Die Anzeichen einer Leishmaniose bei Hunden oder bei Katzen können sehr unterschiedlich sein. Man unterscheidet eine Haut- und eine Organform. Oftmals geht diese Erkrankung zunächst mit Abmagerung und Appetitlosigkeit, später mit Veränderungen der Haut einher. Schuppen und Haarausfall in den Bereichen um die Ohren, die Augen und die Nase können Symptome einer Leishmaniose sein. Bei der viszeralen, also der Organform, zeigt sich oftmals auch Blut in Kot oder Urin. Milz- und Lebervergrößerungen, Nasenbluten, Lymphknotenschwellungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Verdauungsstörungen können ebenfalls auftreten.

Behandlung einer Leishmaniose bei Hund und Katze

Die Behandlung der Leishmaniose erfolgt in der Regel durch einen langfristigen und kostspieligen Einsatz verschiedener Medikamente. Zusätzlich sollte das Immunsystem des Tieres durch richtige Ernährung, Pflege und Haltung gestärkt werden. Bislang gibt es leider keine Therapie, die Leishmanien dauerhaft wirkungsvoll bekämpft. Hunde und Katzen können aber bei konsequenter Behandlung trotz einer Leishmanioseerkrankung ein lebenswertes Leben führen.

Wie kann man Hunde und Katzen vor Leishmaniose schützen?

Tierhalter, die ihr Tier vor einer Leishmaniose schützen möchten, sollten sich über Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Insektenschutz bei ihrem Tierarzt informieren, wenn ein Urlaub mit dem Tier in südliche Regionen geplant ist. Wer ein Tier aus dem Tierschutz zu sich nimmt oder aus dem Ausland einführt, sollte dieses testen lassen. Eine Hundekrankenversicherung bzw. Katzenkrankenversicherung sowie eine Hunde-OP-Versicherung bzw. Katzen-OP-Versicherung leisten gute Dienste, um ein Tier im Krankheitsfall optimal versorgen zu lassen. 

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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