Wenn Ihr geliebter Vierbeiner krank wird, dann müssen Sie immer schnell handeln. Besondere Vorsicht ist geboten, falls es einen Verdacht auf Tollwut gibt. Denn die Krankheit verläuft fast immer tödlich und kann nur sehr selten geheilt werden. Daher werden tollwutkranke Hunde immer eingeschläfert. Glücklicherweise gehört Deutschland heutzutage zu den so gut wie tollwutfreien Ländern und es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihren Hund gegen dieses Risiko zu schützen.

Tollwut rechtzeitig erkennen

Tollwut ist eine Viruskrankheit, die fast immer durch den Biss von Füchsen übertragen wird. Meist endet sie tödlich, doch ein wirklicher Grund zur Sorge besteht nicht. Durch den gezielten Einsatz von Impfstoffen für Füchse sind viele Länder größtenteils frei von der fatalen Krankheit. Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihren Hund bei einer plötzlichen Veränderung aufmerksam beobachten und die Zeichen rechtzeitig erkennen. Denn es besteht auch die Möglichkeit, dass Ihr Begleiter die Tollwut auf Sie selbst sowie andere Vierbeiner überträgt.

Symptome

Die Krankheit verläuft in drei Stadien. Symptome, die Sie während der ersten Phase beobachten könnten, sind folgende:

  • Schüttelfrost
  • Erhöhte Temperatur
  • Übelkeit
  • Scheu vor Licht
  • Mangelnder Hunger
  • Durchfall
  • Halsschmerzen und Husten
  • Muskelschmerzen

Wenn Sie derartige Anzeichen bemerken, sollten Sie den Hund sofort auf Bisswunden untersuchen und das Tier, auch wenn Sie keine finden, zum Arzt bringen. Achten Sie außerdem auf weitere seltsame Symptome, die ab der zweiten und vorletzten Phase vor dem Tod auftauchen können. Hierbei wird zwischen der gedämpften Form der Krankheit sowie der rasenden unterschieden. Letzterer verhält sich der Hund aggressiv und grundsätzlich so, wie es meist mit Tollwut assoziiert wird. Bei der gedämpften Form kommen folgende Anzeichen hinzu:

  • Lähmung der Beine, des Gesichts sowie anderer Körperteile
  • Geöffneter Unterkiefer
  • Schluckbeschwerden
  • Speichelbildung
  • Unnatürlich klingendes Belle
  • wütend wirkender Gesichtsausdruck und starke Aggressivität
  • Angst vor Wasser
  • Ruhelosigkeit

Wenn Ihr Hund derart gereizt und aggressiv wird, sollten Sie sehr vorsichtig mit ihm umgehen und unbedingt verhindern, selbst gebissen zu werden.

So können Sie Ihren Hund gegen Tollwut schützen

Zum Glück gibt es eine Möglichkeit zur Vorbeugung. Am einfachsten ist es, Ihren Hund regelmäßig – also alle drei bis vier Jahre – gegen Tollwut zu impfen. Dies ist eine relativ sichere Methode der Absicherung. Es gibt aber noch weitere Vorsichtsmaßnahmen:

  • Säubern Sie jede Bisswunde und desinfizieren Sie diese gut.
  • Halten Sie Ihren Hund in tollwutgefährdeten Gebieten an der Leine.
  • Beobachten Sie ihn gut bei Waldspaziergängen oder in Regionen mit viel Wildtier.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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