Die Zunge unserer Vierbeiner bekommen wir tagtäglich zu sehen, sei es beim Füttern von Leckerlis oder wenn unser Liebling mal wieder einen (nicht immer erwünschten) Kuss auf die Hand oder das Gesicht geben will. Tatsächlich ist die Hundezunge ein spannendes Organ, über das es viel zu wissen gibt. Was für Sie und Ihren Liebling besonders nützlich ist: Ein Blick in den Mund verrät einiges über die Gesundheit.

Regelmäßige Kontrollen

Die Zunge ist besonders gut durchblutet und über Nervenbahnen mit dem ganzen Körper vernetzt, sodass sie Auskunft über das Zusammenwirken aller Organe geben kann. Prägen Sie sich die Farbe im gesunden Zustand Ihres Lieblings ein, sodass Sie bei künftigen Untersuchungen einen Vergleichswert haben und Veränderungen feststellen können. Eine gesunde Hundezunge ist blassrosa, jedes Tier hat jedoch eine individuelle Tönung. Außerdem gibt es Rassen mit einer grundsätzlich blauen Tönung, wie der Chow Chow. Bei regelmäßigen Aktivitäten wie dem Zähneputzen bietet sich eine Kontrolle der Färbung an.

Veränderungen richtig deuten

Eine kurzeitige Rötung der Zunge deutet auf Anstrengung und Erregung hin, während ein intensiver, länger anhaltender Rotton ein Hinweis für eine Entzündung im Körper sein kann. Eine Veränderung ins Bläuliche kann aus einem Sauerstoffmangel heraus entstehen, was häufig auf eine Herz-Kreislauf-Schwäche zurückzuführen ist. Wird die Zunge ungewöhnlich blass (in manchen Fällen sogar leicht gräulich) ist das ein Hinweis auf Blutarmut, beispielsweise durch innere Blutungen oder einer auf eine Vergiftung folgenden Kreislaufschwäche. Eine blasse Verfärbung sollten Sie jedoch nicht mit einem einfachen Belag verwechseln: Dieser entsteht in der Regel bei Erkältungen, Magen-Darum-Erkrankungen oder eine Leber-Gallen-Schwäche.

Die Situation einschätzen

Nicht jede leichte Verfärbung ist ein Grund, in Panik zu geraten. Pendelt sich die Farbe nach kurzer Zeit wieder auf den ursprünglichen Ton ein und gibt es auch sonst keine Anzeichen, ist eine Erkrankung unwahrscheinlich. Stellen Sie jedoch gravierende, länger anhaltende Veränderungen fest, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt darauf ansprechen.

Foto: © tatomm/Adobe Stock

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