Retter in der Not

Vor einigen Jahrhunderten hatte die russische Hafenstadt schwer mit einer Ratten- und Mäuseplage zu kämpfen. So kam es, dass im Jahr 1745 die Zarin Elisabeth Petrowna anordnete, in anderen Städten die besten Katzen zu fangen und an den Hof zu bringen. Damit kamen zahlreiche Samtpfoten nach St. Petersburg, die seitdem geblieben sind.

Von der Straße in den Palast

Die Eremitage besteht aus einem historischen Gebäudekomplex, zu dem ein Theater und auch der bekannte Winterpalast gehören. Außerdem gibt es für die Besucher in Museumsräumen Kostbarkeiten zu bestaunen, von wertvollen Kunstwerken bis hin zu schillernden Kronleuchtern und Goldverzierungen. Die Samtpfoten, die heute auf dem Gelände leben, kommen von der Straße und werden mit einem warmen Schlafplatz, Futter und Medizin versorgt. Aufgrund des hohen Werts der Ausstellungen dürfen sie dabei jedoch nicht durch den gesamten Gebäudekomplex stromern: Dafür haben sie den Keller, die Höfe und den Vorplatz zu ihrem Revier gemacht, auf welchem Sie die Besucher der Eremitage begrüßen.

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Liebevolle Hilfe

Tatiana Danilova ist die Leiterin des Wachpersonals und ehrenamtliche Mutter der über 50 Streuner. Sie und die anderen Mitarbeiter setzen alles daran, die Kellerräume möglichst gemütlich zu gestalten und den Katzen ein schönes Zuhause zu bieten. In einer Nische gibt es eine Küche, die eigens für die Zubereitung des Futters eingebaut wurde. Außerdem wird jeder neue Bewohner zunächst kastriert – eine Regel, die bereits unter Zarin Elisabeth herrschte. Finanziert wird das Unterfangen von den Mitarbeitern selbst, sie spenden Anteile ihres Lohns, soweit sie können.

Praktischer Nebeneffekt

Obwohl es heute nicht mehr ihre Aufgabe ist, erweisen sich die schnellen Jäger noch immer als nützlich. Auf ein Gelände, auf dem so viele Katzen zuhause sind, traut sich keine Maus. Die Kunstaustellung ist also keinen Bedrohungen durch gefräßige Nager ausgesetzt.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © sido kagawa/Shutterstock

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