Nicht immer sind Erkrankungen auf den ersten Blick zu erkennen. Gerade unsere stolzen Stubentiger tendieren dazu, Leiden zu verbergen, sodass sich Krankheiten über einen langen Zeitraum ziehen können. Damit das nicht passiert, sollten Sie einige Merkmale immer im Blick haben.

Fell

Katzen sind für ihre Reinlichkeit bekannt. In Verbindung mit Ihrer Unterstützung bei der Fellpflege sollte das Haar also der Rasse entsprechend dicht und glänzend sein. Bei einem Leiden kann es jedoch sein, dass Ihr Liebling die eigene Pflege vernachlässigt oder schmerzende bzw. juckende Stellen übermäßig putzt, sodass kahle Stellen entstehen. Wirkt das Fell stumpf oder ausgedünnt sollten Sie dem nachgehen. Achten Sie außerdem auf Schuppen oder Parasiten, die umgehend behandelt werden müssen.

Gesicht

Die Nase sollte weich und feucht sein, ohne Verkrustungen, Ablagerungen oder sogar Blutungen. Eine trockene und rissige Nase kann zum Beispiel auf einen Wassermangel oder Hautprobleme deuten. Werfen Sie außerdem einen genauen Blick auf die Ohren und die Augen: Wachsartige Ablagerungen, Rötungen oder Tränen, häufig einhergehend mit einem unangenehmen Geruch, sollten von einem Tierarzt untersucht werden. Übermäßiger Mundgeruch deutet häufig auf Probleme mit der Verdauung, den Nieren oder Zähnen hin.

Futter- und Wasseraufnahme

Gerade bei der Fütterung von Trockenfutter ist es wichtig, dass Ihre Katze genug trinkt. Informieren Sie sich außerdem über die Inhaltsstoffe des Futters und bieten Sie eine qualitativ hochwertige Ernährung. Verschmäht Ihr Liebling jegliche Mahlzeit oder fordert mit Maunzen neues Futter, obwohl der Napf noch gefüllt ist, besteht Grund zur Sorge. Das ist ebenfalls der Fall, wenn Sie trotz Nahrungsaufnahme einen Gewichtsverlust feststellen, da Ihre Katze dann die Nährstoffe nicht richtig verarbeitet. Gelegentliches Hervorwürgen von Futter und Haarbällen ist übrigens in geringem Ausmaß unbedenklich. Regelmäßiges Erbrechen sollte allerdings unbedingt von einem Tierarzt untersucht werden. Behalten Sie außerdem bei der Reinigung der Katzentoilette einen Blick auf die Ausscheidungen Ihres Tieres. Bei Erkrankungen wie einer Magendarminfektion verlieren Katzen sehr viel Wasser, was unbehandelt schnell zu einer ernstzunehmenden Gefahr wird.

Aktivität

Ihre sonst gesellige Katze beginnt, Sie zu meiden? Sie ist ruhiger, zurückhaltender oder auffallend träge? Oder reagiert sie aus nicht nachvollziehbaren Gründen aggressiv? Veränderungen im Verhalten sollten Sie aufmerksam beobachten. Sie können auf versteckte Schmerzen hindeuten, was Sie von Ihrem Tierarzt untersuchen lassen sollten.

Wann war der letzte Tierarztbesuch? Auch wenn Sie kein Leiden Ihres Lieblings erkennen können, sollten Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ernst nehmen. Falls dann etwas ist, sind Sie mit einem Tierkrankenschutz finanziell abgesichert.

Foto: © Alena Ozerova/Adobe Stock

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