Ahoi Ihr Landratten! Mein Name ist Evie und ich bin eine kleine Tierschutzhündin aus dem schönen Rumänien. Zusammen mit meiner Bürohund-Freundin Zula begleite ich das Marketingteam von AGILA. In meiner neuen Kolumne berichte ich über verschiedene Themen, die mich in meinem Hundeleben beschäftigen, aber auch von meinem Alltag auf vier Pfoten.

Wie in meinem letzten Artikel angekündigt, möchte ich heute auf das Thema Tierschutzvereine näher eingehen. Denn ohne den Verein, der mich vermittelt hat, wäre ich heute nicht in meiner neuen Familie.

Ich könnte meiner Bürohund-Freundin Zula nicht zeigen, was in Ordnung ist und was nicht. Oder meine neue Mama damit beeindrucken, wie gut man Tauben verscheuchen kann – toll findet sie das scheinbar noch nicht, aber ich arbeite daran. Auch mein neuer Papa hätte abends niemanden, dem er stundenlang den Bauch kraulen könnte – er würde sicherlich vor Langeweile eingehen. Wie gut also, dass ich von einem seriösen Tierschutzverein vermittelt wurde. Doch wie erkennt man, ob ein Verein seriös ist?

Seriöse Tierschutzvereine erkennen

  • Tipp Nummer 1: Als erstes nach Tierschutzvereinen suchen – nicht wahllos nach Hunden.
    Sucht man zum Beispiel im Internet einfach nach „Welpe Tierschutz“, kann es schnell passieren, dass man tausenden von herzzerreißenden Bildern gegenübersteht und ganz schnell sein Herz verliert. Stellt sich heraus, dass der Verein nicht sehr seriös wirkt, können viele dennoch nicht wiederstehen und es endet dann mit vielen Problemen.
  • Tipp Nummer 2: Erfahrungen anderer nutzen.
    Vielleicht kennt Ihr ja jemanden im Bekanntenkreis, der bereits einen Vierbeiner aus dem Tierschutz aufgenommen hat? Um die Seriosität eines Vereines besser einschätzen zu können, sind Erfahrungsberichte sehr wichtig. Diese findet Ihr zum Beispiel auch auf Hundeblogs, in Foren oder auf anderen sozialen Kanälen wie Facebook und Instagram.
  • Tipp Nummer 3: Detaillierte Fragen stellen.
    Oft liest man auf den Internetseiten der Tierschutzvereine immer wieder dasselbe: „sozialverträgliche, liebevolle, kuschelige Hunde, die einfach nur ein neues Zuhause suchen“. Das ist bestimmt auch so, da kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Doch leider haben wir „Auslandsstreuner“ oftmals eine schwere Vergangenheit, die uns nicht nur zu liebevollen und verschmusten, sondern eben häufig auch zu ängstlichen, schreckhaften Vierbeinern macht. Je nach Vergangenheit, bisherigen Menschenkontakten und Wesen kann es also mal vorkommen, dass wir nicht immer mit jedem (ob Zwei- oder Vierbeiner) verträglich sind. Fragt also bei den jeweiligen Ansprechpersonen gezielt nach, wie sie unser Wesen genauer beschreiben würden. Wie verhalten wir uns mit anderen Hunden? Lassen wir uns streicheln? Gab es bereits Beißvorfälle? Ziehen wir uns bei Angst eher zurück, versteifen oder preschen vor? Auch wenn der Ansprechpartner die Tiere (im Ausland) nicht persönlich kennt, sollte er sich bemühen, die Antwort für Euch herauszufinden, indem er die Tierschützer vor Ort dazu befragt.
  • Tipp Nummer 4: Vor- und Nachkontrolle erforderlich.
    Seriöse Tierschutzvereine nehmen in der Regel eine Vorkontrolle vor. Überprüft wird zum einen, ob die Wohnsituation für den gewünschten Vierbeiner ausreichend ist. Wie groß ist die Wohnung? Ist genug Platz für uns? Müssen wir Treppen steigen (vor allem bei Hunden mit Hüftproblemen oder ähnlichen Erkrankungen ausschlaggebend)? Wie weit ist die nächste Grünfläche entfernt? Doch es geht auch darum, Euch kennenzulernen, einen besseren Eindruck von Euch zu bekommen. Auch eine Nachkontrolle, also nachdem wir bei Euch eingezogen sind, wird von einigen Vereinen durchgeführt.
  • Tipp Nummer 5: Dem Verein liegt erkennbar das Wohl eines jeden Vierbeiners am Herzen.
    Schon im Rahmen der ersten Gespräche und der Vorkontrolle bekommt Ihr einen Eindruck davon, ob dem Tierschutzverein wirklich am Wohl des Vierbeiners gelegen ist. So sollte es immer einen Tierübernahmevertrag (Schutzvertrag) geben. Seriöse Tierschutzvereine definieren hier bestimmte Pflichten des „Übernehmers“. Dazu zählt zum Beispiel, dass wir nicht einfach ohne Zustimmung des Vereins verkauft oder verschenkt werden dürfen.

Ihr seht also, ein seriöser Tierschutzverein wird Euch genau unter die Lupe nehmen, um zu gewährleisten, dass Euch auch wirklich ein Tier vermittelt wird, das zu Euch passt, dessen Ansprüchen Ihr gerecht werdet und das ebenso Euren Ansprüchen gerecht wird.

Im nächsten Teil meiner Kolumne berichte ich Euch von meinen ersten Tagen und Wochen in meiner neuen Familie, welche neuen Dinge ich kennengelernt habe und womit ich meine frischgebackenen Hundeeltern am meisten auf Trab gehalten habe.

Foto: © Hannah Konitzer

(6)