Bilder unserer Samtpfoten sind inzwischen weder auf Facebook noch auf Instagram wegzudenken. Doch auch wenn Sie nur ein Foto für Ihr Album haben wollen: Nicht alle unserer Vierbeiner sind geborene Models. Wie auch bei anderen Tieraufnahmen brauchen Sie jede Menge Geduld und Übung.

Charakter

Überlegen Sie zunächst, wie Sie Ihre Katze darstellen wollen. Jede Samtpfote hat eine eigene Persönlichkeit und besondere Merkmale, welche nicht immer von selbst auf Fotos eingefangen werden. Ist sie besonders verspielt oder verschmust? Dann kann ein Bild beim Toben, beziehungsweise beim Kuscheln besonders gut passen. Doch erzwingen Sie kein Verhalten: Für natürliche Aufnahmen ist es am wichtigsten, dass Ihr Liebling sich wohl fühlt.

Pflege

Sie wissen genau, wie hübsch Ihre Fellnase ist. Dabei kann es jedoch vorkommen, dass Sie den einen oder anderen Schlammfleck übersehen, der dann auf dem Bild unschön hervorsticht: Eine gute Fellpflege ist mit und ohne Kamera unabdingbar, doch besonders vor einem kleinen „Fotoshooting“ kann sie nicht schaden.

Bildgestaltung

Damit die Aufmerksamkeit des Betrachters vollkommen auf Ihre Samtpfote gelenkt wird, sollten Sie den Hintergrund etwas unscharf stellen und den Fokus am besten auf die Augen ausrichten. Außerdem können Sie die Umgebung bewusst mit einbeziehen, so kann eine Wiese Frische und Agilität ausdrücken, während ein Kissen oder eine Decke den Eindruck von Gemütlichkeit verstärkt. Wenn ein Mensch mit auf das Bild kommt, sollte sich Ihr Liebling in dessen Nähe wohlfühlen. Eine Katze, die nicht gern hochgehoben wird, sollte auch für die Kamera nicht auf den Arm genommen werden.

Perspektive

Probieren Sie die verschiedenen Blickwinkel aus, um ein Gefühl dafür zu entwickeln. Während die erste Intuition meist Fotos von oben sind, sollten Sie sich zudem unbedingt einmal auf Augenhöhe mit Ihrer Katze begeben. Diese Ergebnisse wirken häufig etwas lebhafter.

Licht

Achten Sie darauf, dass Sie die Sonne im Rücken haben, damit Ihre Fellnase angeleuchtet wird und ihr Fell warm glänzt. Außerdem mögen gerade die empfindlichen Katzenaugen kein Blitzlichtgewitter. Das plötzliche grelle Aufleuchten könnte Ihre Samtpfote verängstigen und bringt die Farben nur selten so gut zur Geltung, wie es natürliches Licht schafft. Falls Sie trotzdem einen Blitz verwenden, dann nur indirekt.

Geduld

Nicht immer reichen Spielzeug und Leckerlis aus, um die Aufmerksamkeit einer Katze zu erlangen. Seien Sie umsichtig mit Ihrem Liebling und geben Sie ihm seine Ruhe, wenn er keine Lust auf Fotos hat. Viele Stubentiger brauchen eine Weile, um sich an die Kamera zu gewöhnen und sich nicht mehr von ihr irritieren zu lassen. Unter den vielen Aufnahmen, die Sie im Laufe der Zeit machen, werden sicher auch einige Meisterwerke sein!

Foto: © Sergey Skleznev/fotolia.com

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