Der Dhole, auch als Rothund bekannt, lebt sehr zurückgezogen und steht mittlerweile, mit schätzungsweise weniger als 2.500 Tieren weltweit, kurz vor der Ausrottung. Die Wildhunde leben hauptsächlich in der Mandschurei, in Indien, Indonesien, in den tropischen Regenwäldern Südostasiens oder auch in den Bergsteppen der ehemaligen Sowjetunion. Die selten zu sehenden Wesen zählen zu der Familie der Hunde.

Aussehen der Rothunde

Ein Dhole wird circa einen Meter lang und bis zu 20 Kilogramm schwer. Vom Aussehen ähnelt der Dhole auf den ersten Blick eher einem Fuchs als einem Wolf oder gar einem Hund. In freier Wildnis werden die Hunde bis zu zehn Jahre alt.

Einzigartiger Jagdinstinkt

Was diese Hunde neben ihrem Aussehen so einzigartig macht, ist ihr exzellenter Jagdinstinkt. Sie sind, genau wie Wölfe, rudelbildende Hetzjäger – auf ihrem Speiseplan stehen unter anderem Hirsche, Rentiere, Rehe, Steinböcke, Wildschafe und Wildschweine. In den Regionen, in denen die Tiere leben, gelten sie oft als blutrünstige Bestien. Dies mag an ihrer Art liegen, die Beute zu erlegen. Dhole kennen, anders als Wölfe oder die meisten anderen Raubtiere, keinen Tötungsbiss. Ist die Beute also einmal gefasst, wird sie zu Boden gerissen und regelrecht bei lebendigem Leib zerfleischt. Die Rudelgröße und der ausgezeichnete Jagdtrieb ermöglichen ihnen sogar Tiere zu überwältigen, die ihnen normalerweise körperlich überlegen sind. So können sie zum Beispiel auch Bären und Leoparden erlegen.

Dhole-Rudel

Ein Dhole-Rudel besteht in der Regel aus fünf bis zwanzig Tieren, kann jedoch auch bis zu 30 Tiere enthalten. Die großen Rudel werden meist von nur einem Dhole angeführt, daher ist genaue Abstimmung unerlässlich für den Jagderfolg. Wenn es darum geht, das komplette Rudel mit Nahrung zu versorgen, können die kleinen Hunde sehr einfallsreich sein. So treiben sie ihre Beute beispielsweise in Gewässer, damit diese dort langsamer und schwerfälliger wird, um sie schließlich zu erlegen – Dohle selbst können auch im Wasser hervorragend jagen.

Kommunikation untereinander

Ein weiterer Vorteil der kleinen Hunde: Sie können sehr gut untereinander kommunizieren. Dafür nutzen sie verschiedene Arten der Kommunikation: hohe Schreie, Klickgeräusche und eine Art Pfeifen. Das macht sie unter den Raubtieren einzigartig. Diese schon fast vergessene Hundeart ist mit Ihrer Schnelligkeit, Sprungkraft, Kommunikation und guten Schwimmfähigkeit ein beeindruckender Jäger. Der Dhole zeigt, wie facettenreich die Abstammung unserer treuen Begleiter sein kann.

Foto: © Régis CHAPUY/fotolia.com

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