Es ist ein Thema, von dem sich wahrscheinlich alle Tierliebhaber wünschen, dass es bloß ein Mythos ist: Tierdiebstahl. Doch Jahr für Jahr häufen sich die Fälle von Tierdiebstählen. Wie präsent ist das Thema Tierdiebstahl?

In den meisten Fällen werden Katzen gestohlen. Doch auch Welpen besonderer Rassen gelangen immer häufiger ins Visier von Tierdieben. Bereits 2012 warnte das Landeskriminalamt der Polizei NRW vor Banden, die landesweit Welpen stehlen. In diesem Jahr wurden allein in Nordrhein-Westphalen 104 gestohlene Hunde gemeldet. Die Wahrscheinlichkeit, seinen Vierbeiner nach einem Tierdiebstahl wiederzubekommen, gehe laut LKA der Polizei NRW leider gegen Null.

Warum und von wem wird Tierdiebstahl begangen?

Häufige Gründe der Tierfänger sind vor allem bei Katzen die Felle. Hunde werden hingegen häufig nach Osteuropa für Massenzüchtungen gebracht oder auch weiterverkauft. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Tierdieben um regelrechte „Hundemafia-Organisationen“ und nicht um „normale Bürger“, die sich einen Rassehund einfach nur nicht leisten können.

Wie wird beim Tierdiebstahl vorgegangen?

Tierdiebe beobachten oft tagelang ihre potentiellen Opfer und locken die Vierbeiner zum Teil mit Leckerli in Lebendfallen. Diese Fallen sind z.B. Sammelcontainer von unbekannten Firmen, die plötzlich in der Nähe von Wohnhäusern aufgestellt werden. Laut mehreren Erfahrungsberichten von Hundezüchtern geben sich Tierdiebe häufig auch als Interessenten aus, um sich in aller Ruhe einen klaren Überblick zu verschaffen und später in die Wohnung einzubrechen. Oft wird auch vor Geschäften, Restaurants und Supermärkten Ausschau gehalten. Einige Tierdiebstähle gehen dabei teilweise sehr rabiat vonstatten: So gab es z.B. Fälle, in denen Tiere direkt aus einem an der Ampel stehenden Auto geklaut wurden.

Schutzmaßnahmen gegen Tierdiebstahl

  1. Tiere in Autos immer gut durch einen Gurt sichern und das Auto auch während der Fahrt verriegeln
  2. Tiere chippen (Tätowierungen am Ohr werden oftmals abgeschnitten)
  3. Hund von klein auf beibringen, auf Rufen oder Pfeifen zuverlässig zu reagieren
  4. Hund beibringen, von Fremden ohne Erlaubnis keine Leckerli zu nehmen
  5. Auf fremde Personen achten, die sich nach Tieren im eigenen Haus oder in der Nachbarschaft erkundigen (z.B. weil sie angeblich Prospekte verteilen oder Tierfutter verkaufen)
  6. Auf Fälle von Tierdiebstahl in der Nähe achten
  7. Hund nicht unbeaufsichtigt in Fußgängerzonen, vor Einkaufsläden etc. sitzen lassen

Foto: © Klaus Eppele/fotolia.com

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