Ein Gastartikel von hundkatzepferd@home

Viele Tierhalter sind etwas hilflos, wenn es einmal zu Verletzungen ihrer Schützlinge kommt. Bei schweren Verletzungen ist es natürlich wichtig, schnellstmöglich in eine Tierklinik oder zu einem Tierarzt zu fahren. Bei kleineren Verletzungen können Halter Erste Hilfe bei Ihrem Hund leisten und die Wunde zuerst selbst versorgen, bevor Sie zum Tierarzt fahren. Wie Sie relativ häufig vorkommende Schnitt- und Schürfwunden Ihres Vierbeiners vorbehandeln können, hat Ihnen Gastautorin Imke Niewöhner, Tierärztin an der Hundeschule Oldenburg, zusammengefasst.

Erste Hilfe am Hund: Schnittwunden

Schnittwunden entstehen häufig, weil der Hund beim Gassi gehen in herumliegende Glasscherben oder Flaschenhälse tritt. Sie haben glatte Wundränder und bluten meist sehr stark, sind glücklicherweise aber nicht sehr schmerzhaft für den Vierbeiner. Wenn Schnittwunden an anderen Körperstellen als an den Pfoten entstehen, kann durch die Verletzung großer Blutgefäße Lebensgefahr bestehen. Hier ist ein sofortiger Transport zum Tierarzt gefordert. Leider sind Schnittverletzungen an den Pfoten oft sehr tief und die Gefahr von Sehnenverletzungen ist gegeben. Sie können die Schnittverletzung mit einem Pfotenverband selbst versorgen und danach schnell einem Tierarzt vorstellen, da die Wunden besser und schneller heilen, wenn sie genäht werden. Dies ist aber nur bis zu maximal sechs Stunden nach der Verletzung möglich.

Erste Hilfe beim Hund: Schürfwunden

Schürfwunden entstehen beim Bremsen auf Asphalt oder Schotter, ebenso gibt es Hunde, die beim Ausdauertraining mit Fahrrad oder Inlineskates Schürfwunden an den Pfoten erleiden. Große Schürfwunden sieht man meist nur nach Autounfällen, bei denen der Hund eine Strecke mitgeschleift wurde. Es sind nur oberflächliche Hautschichten verletzt, diese aber meist großflächiger als z.B. bei Schnittwunden. Die Wunden bluten meist wenig, sind aber sehr schmerzhaft und nässen. Meist sind sie stark verschmutzt. Bei kleineren Schürfwunden können Sie die Wunde mit Betaisodona®- Lösung oder Wasserstoffperoxid ausspülen und an der Luft trocknen lassen. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass der Hund niemals an der Wunde lecken kann: Legen Sie ihm dafür einen Leckschutz an. Bei größeren Schürfwunden sollten Sie nach der Reinigung definitiv einen Tierarzt aufsuchen.

Um jederzeit gegen hohe Tierarztkosten abgesichert zu sein, empfiehlt es sich, eine Hundekrankenversicherung oder Hunde-OP-Versicherung abzuschließen.

hundkatzepferd @home – das moderne Tierhaltermagazin von Tierärzten für Tierhalter geschrieben. Durch interessante Inhalte, kombiniert mit vielen Tipps, wird auf eine verständliche Art und Weise die Brücke zwischen Tierarzt und Tierhalter geschlagen. Die achtjährige Erfahrung mit "hundkatzepferd VET", einem der bekanntesten Tierarztmagazine, trägt ganz wesentlich dazu bei. Zusammenarbeit  mit renommierten Autoren aus dem Fach zu Themen wie zum Beispiel Ernährung oder Dermatologie machen die hundkatzepferd @home einzigartig. Es geht um kleine und große Tiere und um das Zusammenleben unter einem Dach. Überzeugen Sie sich selbst bei Ihrem nächsten Tierarztbesuch: Dort finden Sie unser neues Magazin.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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