Hunde haben einen angeborenen Beuteinstinkt und die meisten sind kaum zu bremsen, wenn es darum geht, einem geworfenen Ball oder Stöckchen hinterherzulaufen. Nur am Zurückbringen scheitert es häufig. Dabei ist Apportieren das ideale Training und bringt gleichzeitig eine Menge Spaß für Mensch und Vierbeiner! Mit unseren Tipps können Sie Ihrem Liebling spielerisch das Apportieren beibringen.

Neugierde und Spaß stehen im Vordergrund

Als erstes sollten Sie sich ein ruhiges Plätzchen suchen, an dem Ihr Hund möglichst nicht abgelenkt wird. Am besten zum Apportieren eignen sich Gegenstände wie Stofftiere, Bälle oder ein Stock. Versuchen Sie, Ihrem Vierbeiner zunächst beizubringen, den Gegenstand auf Kommando ins Maul zu nehmen und auf Kommando wieder herzugeben. Wenn das zuverlässig klappt, können Sie die Distanz zwischen Ihnen und Ihrem Hund langsam erweitern und den Gegenstand natürlich für Ihren Vierbeiner werfen. Anfangs kann es Sinn machen, eine Schleppleine zu verwenden, damit Ihre Fellnase nicht einfach mit dem Spielzeug weg läuft. Sie sollten stets darauf achten, den spielerischen Charakter beim Apportieren zu bewahren und sichergehen, dass Ihr Hund Spaß an der Sache hat.

Tipps für das Herausrücken des Apportiergegenstands

Das Schwierigste beim Apportieren ist meist die Herausgabe des Gegenstands. Falls Ihre Fellnase das Spielzeug nach dem Auffinden nicht zu Ihnen zurückbringen und freigeben will, nehmen Sie es ihr ganz vorsichtig ab und sagen dabei laut und bestimmt „Aus!“. Nach einiger Zeit sollte Ihr Liebling verstanden haben, was Sie von ihm wollen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund loben, wenn er auf die Kommandos gehört hat. Gerade bei jungen Hunden, die noch nicht zuverlässig auf Kommandos hören, kann es von Vorteil sein, das Apportieren mit einem Futter-Dummy zu trainieren. Ihr Hund wird schnell bemerken, dass er den mit Leckerlies gefüllten Dummy nicht ohne Hilfe aufbekommt und ihn deshalb zu Ihnen zurückbringen.

Haben Sie Geduld mit Ihrem Vierbeiner

Bis Ihr Hund das Apportieren perfekt beherrscht, müssen Sie wahrscheinlich regelmäßig mit ihm trainieren. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass ihm das Training Spaß macht und er Freude am Wiederbringen von Gegenständen hat. Reagiert Ihr Vierbeiner einmal lustlos auf die Versuche, ihn zum Apportieren zu animieren, zwingen Sie ihm das Training nicht auf. Versuchen Sie es lieber am nächsten Tag erneut, denn es macht keinen Sinn, wenn Ihr Liebling nicht bei der Sache ist. Bedenken Sie auch, dass ein Hund das Apportieren nicht an einem Tag erlernt und daher ein wenig Geduld erforderlich ist.

Wie wäre es mit einem Apportierkurs?

Entwickelt Ihr Vierbeiner viel Spaß am Training, können Sie überlegen, einen Apportierkurs zu besuchen. Viele Hundetrainer bieten solche Kurse an und in der Gruppe macht das Apportieren gleich noch viel mehr Spaß. Sollte sich Ihr Liebling beim Training einmal verletzen, übernimmt eine Tierkrankenversicherung anfallende Tierarztkosten.

Foto: © dazb75/fotolia.com

(11)