Eine Geschwulst bei Katzen wirkt auf viele Tierhaltende beängstigend. Oftmals denken sie zuerst an Krebs, doch der steckt in einem solchen Fall nicht immer dahinter.


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Was ist eine Geschwulst?

Das Geschwulst ist ein anderes Wort für einen Tumor. Wörtlich übersetzt bedeutet Tumor zunächst mal nur „Wucherung“ oder „Schwellung“. Somit ist eine Geschwulst zunächst einmal nichts anderes, als eine mehr oder weniger klar abgegrenzte, abnorme Vermehrung körpereigener Zellen. Diese fällt Tierhaltenden meist als Knoten oder Knubbel auf und muss nicht unbedingt bösartig sein. Das Fibrosarkom beispielsweise gehört zu den bösartigen Tumoren, das Lipom dagegen zu den gutartigen. Eine Geschwulst wird durch das gesunde Gewebe mit Blut versorgt oder bildet dafür selbst Blutgefäße aus. Eine unregelmäßige Struktur kann einen Hinweis darauf geben, ob das neue Gewebe gutartig oder bösartig ist. Auch wenn eine Geschwulst schnell größer wird, ist das meist kein gutes Zeichen. Eine definitive Diagnose kann jedoch nur gestellt werden, wenn Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt eine Probe nimmt und untersucht.

Geschwulst bei Katzen - Mögliche Ursachen

Zellen stellen normalerweise ihr Wachstum ein, sobald sie Kontakt zur nächsten Zelle haben. Doch verschiedene Einflüsse, zum Beispiel durch chemische Stoffe im Zigarettenrauch, durch Röntgen- oder UV-Strahlung oder durch Viren können genetische Veränderungen der Zellen hervorrufen. Dadurch wird dieser Regulationsmechanismus aufgehoben und führt dazu, dass die Zellen stetig weiter wachsen und eine Geschwulst entsteht.  

Es muss sich bei Knoten, Beulen oder Erhebungen unter der Haut Ihrer Katze jedoch nicht immer um eine Geschwulst handeln. Möglicherweise ist es eine allergische Reaktion, ein Insektenstich oder eine Bissverletzung, die sich zu einem Abszess entwickelt. In jedem Fall sollten Sie, wenn Sie eine Beule oder einen Knoten unter der Haut Ihrer Katze ertasten, eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Behandlung einer Geschwulst bei Katzen

Die Behandlung einer Umfangsvermehrung bei Katzen muss der Ursache entsprechend erfolgen. Handelt es sich um eine Allergie, werden die Tierärztin oder der Tierarzt mit Ihrer Hilfe nach dem Auslöser suchen. Hat sich ein Abszess gebildet, muss die Wundhöhle geöffnet und gereinigt werden, so dass diese heilen kann. Handelt es sich um ein gutartiges oder bösartiges Geschwulst, kann eine Operation, eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung notwendig werden. Leider können die Tumorzellen eines bösartigen Tumors auch in andere Körperregionen verschleppt werden, wodurch die Behandlung schwieriger wird. Bei gutartigen Tumoren hingegen ist ein (chirurgischer) Eingriff meist nur nötig, wenn das Geschwulst Symptome verursacht oder die Katze beeinträchtigt.

Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Müller.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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