Eine Impfung gegen Zwingerhusten wird vor allem für Hunde empfohlen, die aufgrund ihrer Lebens- und Haltungsbedingungen ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Hunde in Hundeschulen, Hundepensionen, Zwingern und auf Hundeausstellungen sind durch den wechselnden Hundekontakt einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Zwingerhusten wird nicht von einem einzigen Erreger, sondern von mehreren Viren und Bakterien in Kombination, ausgelöst.

Zwingerhustenimpfung - Ablauf

Gegen das canine Adenovirus 2 und das canine Parainfluenzavirus stehen verschiedene, gängige Impfstoffe zur Verfügung. Gegen das Bakterium Bordetella bronchiseptica gibt es zudem ganz besondere Impfstoffe. Diese werden den Hunden direkt in die Nase geträufelt. So wird an der Nasenschleimhaut ein wirkungsvoller Schutzwall aufgebaut, der die Erreger, die über die Atemluft aufgenommen werden, direkt an ihrer Eintrittspforte bekämpft. Für den Hund ist die Nasenimpfung in der Regel nicht weiter unangenehm. Diese Art der Impfung bietet zudem den Vorteil, dass innerhalb weniger Tage eine wirksame Immunisierung gegen Bordetella bronchiseptica erreicht wird. Den über die Nase verabreichten Impfstoff gibt es auch als Kombi-Impfstoff gegen canine Parainfluenzaviren. Allerdings dauert es etwa drei Wochen, bis der Schutz gegen diese Viren voll ausgebildet ist. Bereits sehr junge Tiere können gegen Bordetellen geimpft werden, wenn dies aufgrund eines erhöhten Infektionsrisikos notwendig sein sollte. Eine komplette Zwingerhustenimpfung des Hundes ist abhängig vom Impfstoff ebenfalls bereits ab einem Alter von drei Wochen möglich. Die Nebenwirkungen können darin bestehen, dass das Tier im Anschluss einige Tage niest oder hustet.

Zwingerhusten - Wie oft muss der Hund geimpft werden?

Wie oft eine Impfung gegen Zwingerhusten beim Hund erfolgen muss, hängt von den Lebensumständen und dem verwendeten Impfstoff ab. Grundsätzlich ist es ratsam, die Impfung gegen Zwingerhusten nach erfolgter Grundimmunisierung einmal im Jahr zu wiederholen. Sie kann jedoch auch ausschließlich dann eingesetzt werden, wenn ein erhöhter Infektionsdruck erwartet wird. Steht eine Hundeausstellung, ein Züchtertreffen oder die Unterbringung in einer Hundepension an, kann gezielt vorher gegen Zwingerhusten geimpft werden. Dabei wird die Impfung gegen Bordetellen eine Woche vor dem Ereignis, die gegen das canine Parainfluenzavirus bereits vier Wochen vorher empfohlen. Um die Ausbreitung dieser Infektionskrankheit zu verhindern, sollten alle in einem Haushalt lebenden Hunde geimpft werden. Der Erreger Bordetella bronchiseptica kann auch vom Hund auf die Katze übergehen, weshalb im Haushalt lebende Katzen ebenfalls eine Impfung gegen Bordetellen erhalten sollten.

Die Kosten einer Zwingerhustenimpfung

Die Kosten einer Zwingerhustenimpfung hängen vom Impfstoff ab und sind sehr unterschiedlich. Wer die Kosten für tierärztliche Behandlungen nicht allein tragen möchte, sollte eine Hundekrankenversicherung abschließen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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