Hunderassen

Mudi - ungarischer Hütehund

Bei diesen Hunden handelt es sich um Rassehunde, die sich in Ungarn entwickelt haben und von der FCI offiziell anerkannt werden. Die ungarischen Hütehunde sollen eng mit dem Puli und dem Pumi verwandt sein. Entstanden sein sollen sie durch die Kreuzung von ungarischen Hütehunden mit deutschen Schäferhunden wie dem Schäferspitz, dem Pommernspitz und dem Schafpudel.

Münsterländer

Münsterländer stammen, wie bereits der Name verrät, aus dem Raum Münster. Erste Zeugnisse über den Jagdhund finden sich im 19. Jahrhundert. Damals wurde der Münsterländer zunächst aus den im Mittelalter als Jagdhund eingesetzten Habichtshunden gezüchtet.Das Ergebnis: Neben dem Großen Münsterländer entstand auch eine in Größe und Gewicht kleinere Variante, die heute als kleinste Vorstehhunderasse gilt.

Neufundländer

Riesig, imposant und kuschelig, so sieht ein Neufundländer aus. Diese Hunderasse, die seinen Namen der Herkunft von der kanadischen Insel Neufundland verdankt, wird erstmals als "Newfoundland dog" im 18. Jahrhundert erwähnt. Wann und wie genau der Neufundländer in seiner heutigen Form entstanden ist, liegt aber bis heute im Dunkeln. Neufundländer - Hund der Fischer Über den Ursprung des Neufundländers wird allgemein vermutet, dass sich die heimischen Hunde der auf Neufundland ansässigen Indianer mit den Hunden von europäischen Seefahrern und Siedlern vermischten, die ihre Vierbeiner mit auf die Insel brachten. Auf diese Weise entstand der Neufundländer, der den Fischern auf der Insel als Arbeitstier für das Herausziehen der schweren Fischernetze und Boote diente. Der Neufundländer bewies auch bereits damals schon seine Fähigkeit als Rettungshund und zog dank seiner Muskelkraft und ausgeprägten Liebe zum Wasser viele Schiffbrüchige an Land und rettete ihnen so das Leben.

Norfolk Terrier

Bei Norfolk Terriern handelt es sich um anerkannte Rassehunde, die ihren Ursprung in Großbritannien haben. Ursprünglich wurden der Norfolk und der Norwich Terrier zu einer Rasse zusammengefasst. Der Norfolk Terrier gilt als die kippohrige Ausführung des Norwich Terriers. Später wurden die beiden Rassen getrennt, aber ihre Entstehungsgeschichte ist identisch. Geführt wurden beide Rassen bis zum Jahr 1964 als eine einzige Rasse unter der Bezeichnung Norwich Terrier.

Beim norwegischen Elchhund handelt es sich um eine Rasse, die ihren Ursprung in Norwegen hat und von der FCI offiziell anerkannt ist. Die Wurzeln dieser Hunde liegen weit in der Vergangenheit. Steinzeitliche Funde deuten daraufhin, dass es ähnliche Hunde bereits vor vielen tausend Jahren gab. Die Tiere wurden für die Jagd auf Elche und Bären verwendet. Der Elchhund wird nach wie vor als Jagdhund genutzt, ist jedoch auch ein beliebter Haushund in Norwegen.

Norwegischer Lundehund Norwegischer Lundehund – so nennen die Norweger diesen einzigartigen, hochspezialisierten Jagdhund. Ein Norwegischer Lundehund ist ein echtes Wunder der Natur und in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Diese uralte Hunderasse ist auf den Lofoten, einer Inselgruppe im Norden Norwegens, entstanden. Die Heimat aller heute lebenden Exemplare ist der abgeschiedene Ort Måstad, denn in allen anderen Gebieten der Lofoten fiel der gesamte Bestand der Staupe zum Opfer. Deshalb bezeichnet man einen Hund dieser Rasse heute auch als Måstadhund.

Norwich Terrier

Beim Norwich Terrier handelt es sich um eine anerkannte Hunderasse, die ihren Ursprung in Großbritannien hat. Der Terrier zählt mit einer Widerristhöhe von bis zu 26 cm zu den kleinsten Terrierrassen. Hundeliebhaber, die sich für den Norwich Terrier interessieren, werden schnell feststellen, dass diese Rasse nicht allzu verbreitet ist. Dass Hunde dieser Rasse eher selten sind, liegt unter anderem daran, dass pro Wurf immer nur wenige Welpen zur Welt kommen. Wer einen solchen Hund bei sich aufnehmen und den richtigen Züchter finden möchte, muss daher unter Umständen etwas länger suchen.

Der Ogar Polski, auch Polnische Bracke genannt, ist eine in Deutschland noch recht unbekannte Rasse. Die Vertreter dieser Art sind kräftig gebaut und stechen durch die gold-rotbraune Färbung und den markanten aber edlen Kopf hervor. Ogars besitzen einen starken und kompakten Körperbau, der ihnen Kraft und Ausdauer verleiht, weniger aber Schnelligkeit. Das ruhige Auftreten dieser Tiere wird durch die schräg liegenden, sanften Augen noch unterstrichen.

Charakter der polnischen Bracke

Seine Gelassenheit und Ruhe machen diesen Vierbeiner zu einem idealen Familienhund. Durch sein ruhiges und angenehmes Wesen kann er sich gut in die Familie integrieren. Gleichzeitig ist er sehr verspielt und braucht sehr viel Zuneigung, die er aber genauso gern wieder zurückgibt. Mit Kindern geht dieser Hund sehr liebevoll um, jedoch sollten Sie Ihrem Vierbeiner das richtige Verhalten mit den jüngsten Familienmitgliedern früh beibringen. Fremden gegenüber verhält er sich eher reserviert und zurückhaltend, vor allem im eigenen Zuhause. Er ist jedoch sehr intelligent und merkt schnell, ob der Besucher von der Familie freundlich aufgenommen und akzeptiert wird und verhält sich auch dementsprechend ruhig. Lernt er mit der Zeit Ihre guten Freunde und Bekannte kennen, können diese sich auf eine stürmische Begrüßung gefasst machen! Diese Hunderasse handelt weder hektisch noch reagiert sie nervös, sein Verhalten ist vielmehr mit Entschiedenheit zu vergleichen.

Möchten Sie sich einen Ogar Polski als Zweithund anschaffen, steht diesem nichts im Wege: Aufgrund seiner Vergangenheit als Meutehund verträgt sich diese Rasse auch sehr gut mit anderen Hunden

Haltung eines Ogar Polskis

  • Ziehen Sie einen Ogar Polski als Zweithund in Erwägung, ist der Mehraufwand nicht zu unterschätzen! Dieser Hund ist äußerst aktiv und braucht viel Bewegung. Deshalb sollten Sie regelmäßige Spaziergänge einplanen und ihn auch sonst häufig beschäftigen, ansonsten droht Langeweile.
  • Ebenfalls seine Herkunft als Jagdhund kann nicht verleugnet werden. Sein Jagdtrieb ist jedoch eher moderat ausgeprägt, sodass Sie diesen mit genügendem Engagement und Konsequenz in den Griff bekommen können.

Sollten Sie sich für solch einen Hund entscheiden, werden Sie es nicht bereuen. Diese Hunderasse braucht zwar sehr viel Zuwendung und Aufmerksamkeit, jedoch gibt er Ihnen diese gern wieder zurück. Obwohl der Ogar Polski in der Vergangenheit oft als Jagdhund gebraucht wurde, besitzt er ebenso eine sehr ruhige und sanfte Weise, durch die er sich auch für den Einsatz als Therapie-Hund eignet.

Old English Sheepdog

Der Old English Sheepdog oder Bobtail wurde zum ersten Mal in England gezüchtet und gehört vermutlich zu den Hütehunden. Die Tiere haben ein sehr langes, weiches Fell, das auch das Gesicht und die Augen bedeckt. Sie sind groß und an ihrem charakteristischen Fell sofort zu erkennen. Ihre kleinen Ohren liegen flach am Kopf an. Der namensgebende Stummelschwanz ist nur bei einigen Tieren angeboren. Old English Sheepdogs erreichen eine Größe von 61 cm , wobei die Weibchen ein wenig kleiner sind als ihre männlichen Artgenossen. Ihr Körper ist kurz und kompakt und sie weisen ein Gewicht um 45 kg auf. Die Fellfarben variieren stark und können folgende Farbtöne annehmen:

  • Grau
  • Schwarz
  • Schwarz-blau
  • Grau-weiß
  • Weiß

Zucht und Herkunft

Die genaue Herkunft der ersten Bobtails ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Hunde, die in einigen frühen Gemälden aus dem 18. Jahrhundert auftauchen, werden heute für Old English Sheepdogs gehalten. In der Öffentlichkeit ließen sich die Altenglischen Schäferhunde das erste Mal 1873 bei einer Hundeshow in Birmingham registrieren, auf der ein Old English Sheepdog den zweiten Platz erhielt. Ursprünglich wurde er von Farmern dazu eingesetzt, Rinder und Schafe zum Markt zu begleiten. Ende des 19. Jahrhunderts begann der Export dieser Hunderasse in die USA. Sie wurde ein Wahrzeichen für die Reichen und Mächtigen der USA. Der Old English Sheepdog gilt als ziemlich gesunde Rasse, ist allerdings vom MDR1-Defekt betroffen, der eine Empfindlichkeit oder Überempfindlichkeit für bestimmte Medikamente auslöst.

Verhalten und Wesen

Grundsätzlich sind Bobtails nie nervös oder aggressiv. Sie haben ein ausgesprochen ausgeglichenes Gemüt und eignen sich daher ideal als Familienhund. Sogar Fremden gegenüber sind sie in der Regel freundlich und aufgeschlossen. Deshalb können auch Hundeanfänger sich an den Tieren versuchen. Der Altenglische Schäferhund liebt die Gesellschaft und kommt auch gut mit anderen Hunden zurecht. Er ist intelligent und sozialverträglich. Aufgrund seiner Intelligenz und seines Bewegungsdranges ist der Bobtail auch sehr gut für Hundesportarten wie zum Beispiel Agility und Obedience geeignet: Da es viel Energie besitzt und sehr aktiv ist, Ihr Tier braucht viel Bewegung und will auch mental gefordert werden. Er möchte sich nicht langweilen oder ohne Aufgabe sein. Aufgrund seines hohen Aktivitätsgrades sollten Sie das Spielen zwischen Ihrem Hund und Ihren (Klein)Kindern immer beaufsichtigen. Durch seinen Drang, Herden zu hüten, kann es vorkommen, dass er sich bewegende Objekte „hüten“ möchte. Passen Sie daher bei fahrenden Autos gut auf, denn Unfälle mit Autos sind eine der häufigsten Todesursachen dieser Hunderasse.