Während die von Zecken übertragenen Borrelien bei Menschen und Hunden zu einer schwerwiegenden Erkrankung führen können, ist diese Erkrankung bei Katzen bisher nicht bekannt. Der Grund für diese Immunität ist bislang ungeklärt.

Wie werden Borrelien übertragen?

Die Bakterien Borrelien leben im Darm von Zecken. Wenn die Zecke einen Warmblüter (Katze, Hund, Igel, Maus, Mensch u.a.) sticht und Blut saugt, erwärmt sie sich durch das Blut des Warmblüters. Diese Temperaturerhöhung befähigt die Borrelien, vom Darm in die Speicheldrüsen der Zecke zu wandern und von dort in das Blut des Wirtes zu gelangen. Dieser Prozess dauert einige Zeit, so dass angenommen wird, dass frühestens 12 Stunden nach dem Stich der Zecke Borrelien übertragen werden. Auch bei Katzen konnten schon verschiedentlich Borrelien im Blut nachgewiesen werden, allerdings scheinen sie nach heutigem Kenntnisstand keine Krankheitssymptome auszulösen. Die von Mensch und Hund bekannten Symptome Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkentzündungen u.a. konnten bei Katzen bisher nicht beobachtet werden.

Sollten Katzen trotzdem vor Zecken geschützt werden?

Obwohl Katzen nach heutigem Wissensstand keine klinisch manifeste Borreliose ausbilden, sollten sie gegen Zecken geschützt werden. Moderne Medikamente töten diese dann beim Stich der Katze ab – und vermindern so die Zeckenzahl in der Umgebung des Tieres. Dies schützt den Menschen und weitere im Haushalt lebende Tiere, die leider keine angeborene Immunität gegen Borreliose besitzen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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