Hunderassen

Mittelspitz

Die Anschaffung eines Haustieres, insbesondere eines Hundes, muss gut überlegt und durchdacht werden. Nicht jede Rasse eignet sich als Familienhund. Auch zu beachten ist, wie viel Auslauf und Beschäftigung der Hund braucht. Ein Hund, der häufig in Kauferwägung gezogen wird, ist der Mittelspitz, welcher auch als Deutscher Spitz bekannt ist.

Sein Aussehen und seine Eigenschaften

Auffallend bei dem Mittelspitz ist die spitze Schnauze, welche an einen Wolf erinnert. Bei einer Körpergröße von 30-38 cm gehört der Spitz zu den mittelgroßen Hunden. Er kann zwischen 6 und 11 kg schwer werden. Bei zu wenig Bewegung neigt er jedoch zu Übergewicht. Das Fell des Mittelspitzes ist lang und dicht, darf aber nicht geschoren werden, da es sehr schlecht nachwächst und den Hund vor Kälte, Hitze sowie Verletzungen schützt. Die Farbe des Fells ist häufig schwarz, braun, orange, weiß oder andersfarbig. Pflegen sollten Sie das Fell durch regelmäßiges Bürsten, insbesondere in der Zeit des Fellwechsels ist dies unabdinglich. Möchten Sie ihren Hund baden, so ist darauf zu achten, dass der Hund anschließend trocken geföhnt wird. Auch bei hohen Außentemperaturen ist dies nötig, da das Fell sonst bis zu zwei Tage feucht bleibt und dies zu einer Unterkühlung führen kann. Der Mittelspitz ist vom Wesen und seinem Charakter ein Familienhund.

Er ist:

  • aufgeweckt
  • ausgeglichen
  • verspielt
  • treu und anhänglich

Bewegung ist diesem Hund wichtig, jedoch besitzt er keinen stark ausgeprägten Bewegungsdrang. Ausflüge in die Berge, lange Wanderungen und Spaziergänge, Radfahren sowie die Begleitung von Reitausflügen, machen dem Vierbeiner dennoch Spaß. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen besitzt der Mittelspitz in der Regel keinen Jagdtrieb, insbesondere bei Wildtieren. Bei Ratten und Mäusen wird sein Jagdtrieb allerdings geweckt. Der Mittelspitz ist nicht nur ein toller Begleiter, sondern auch ein Wachhund. Selbst im Schlaf hört er jedes Geräusch und beschützt sein Rudel, also seine Familie, vor Gefahren. Lernen bereitet ihm Freude und ist ein Ausgleich für lange Spaziergänge und kuschelige Stunden.

Für wen der Mittelspitz geeignet ist

Der Mittelspitz taugt mit seiner freundlichen Art zum Familienhund, aber auch für ältere Menschen ist der Vierbeiner eine gute Wahl. Durch seine liebenswerte und verschmuste Art wird er zum besten Freund des Menschen und ist ein wichtiger Begleiter in dessen Leben. Der Mittelspitz kann auch in einer größeren Wohnung gehalten werden, jedoch ist darauf zu achten, dass er genügend Auslauf in der Natur bekommt. Er ist zugleich Begleithund, Wachhund und Familienhund – eine perfekte Mischung für alle Hundeliebhaber.

Der Volpino Italiano stammt ursprünglich, wie bereits am Namen zu erkennen, aus Italien. Er ist Abkömmling der europäischen Spitze, hat also Vorfahren, die bereits in der Bronzezeit gelebt haben. Diese Art entstammt damit derselben Linie wie der bekanntere deutsche Spitz, ist allerdings nicht dessen Abkömmling, sondern entspringt einer Seitenlinie. Verstärkt gezüchtet wurde der Volpino Italiano insbesondere im 19. Jahrhundert, gehalten wurde er dabei sowohl vom Adel, der wohl speziell die Verspieltheit und das Äußere dieser Rasse zu schätzen wusste, als auch vom einfachen Volk, welches ihn wegen seiner Wachsamkeit und seines Schutzinstinktes schätzte. Außerdem war ein Volpino Italiano Gefährte des wohl berühmtesten Italieners der Geschichte – Michelangelos!

Die Herkunft des Westgotenspitzes ist nicht einwandfrei geklärt. Nach vorherrschenden Meinungen stammt er jedoch aus dem 8. Jahrhundert und kommt entweder ursprünglich aus Schweden, wo er auch heute noch hauptsächlich anzutreffen ist, oder wurde von den Wikingern aus Wales dorthin gebracht. Seine Urväter waren wohl kontinental-europäische Bassets. Bekannt ist er auch unter den Namen Västgötaspets und schwedischer Schäferspitz.

Wolfsspitz

Der Wolfsspitz stammt angeblich vom steinzeitlichen Torfhund ab und kann als Rasse schon seit dem frühen 18. Jahrhundert nachgewiesen werden. Er war unter anderem der Lieblingshund der englischen Könige Georg III und Georg IV. In vielen Ländern, insbesondere den englischsprachigen, ist die Rasse als Keeshond bekannt und heutzutage besonders in Frankreich und Großbritannien beliebt.

Der Hokkaido, auch Ainu Inu, hat große Ähnlichkeit mit dem Akita Inu. Er ist eine japanische Hunderasse, der seinen Namen von den Ureinwohnern Hokkaidos, den Ainu, hat. Diese setzten den Hund vor allem zur Bärenjagd ein. Dabei kommen ihm seine Robustheit und seine Widerstandsfähigkeit, die der Ainu-Hund seinem besonders dichten Fell verdankt, zugute. Seine genaue Herkunft ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Einige Experten behaupten, er stamme von japanischen Hunden ab, die von Honshu nach Hokkaido gebracht wurden. Andere stützen sich auf Indizien für eine australische oder mongolische Herkunft.

Allgemeine Informationen

Die FCI führt den Hokkaido-Hund in der Gruppe 5 der Spitze und Hunde vom Urtyp, in der Sektion 5 der asiatischen Spitze und verwandter Rassen, unter der Standardnummer 261. Der Ainu Inu ist mittelgroß, mit einer Größe von 45 cm bis 50 cm. Dank seiner sehr ausgeprägten Muskeln ist er sehr kräftig. Sein Deckfell ist gerade und hart, wobei die Unterwolle dicht und weich ist, was dem Tier ermöglicht, auch in dichtem Schneefall seine Aufgaben zu erledigen. Ein weiteres Charakteristikum ist das Fell an seiner Rute, das lang und abstehend ist. Die Farbvarianten beim Hokkaido sind:

  • rot-senffarben, schwarze Spitzen
  • rot
  • schwarz
  • schwarzloh
  • weiß
  • gestromt

Das Gewicht des Ainu-Hundes variiert typischerweise zwischen 15 kg und 25 kg. Er erreicht ein Alter von ungefähr 14 Jahren.

Verhalten und Wesen

Der Hokkaido ist ein sehr vornehmer Hund. Er ist zurückhaltend, ohne schüchtern zu sein. Er ist auf eine Leitperson fixiert und bewacht diese und ihre Familie mit besonderer Hingabe. Fremden Personen gegenüber reagiert der japanische Hund meist gleichgültig. Allerdings kommt er in der Regel relativ schlecht mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen zurecht. Andersgeschlechtliche Artgenossen werden ein wenig besser angenommen, allerdings kann es auch hier Auseinandersetzungen geben. Diese Hunderasse hat einen ausgeprägten Bewegungsdrang gepaart mit starker Neugierde. Der Ainu Inu braucht stetig wechselnde Umgebungen und ausgedehnte Ausläufe, die ihn körperlich fordern. Auch zu Hause braucht Ihr Tier dauerhaft Beschäftigung. Sollte es diese nicht erfahren, wird es sie sich selbstständig suchen, mit ungewissem Ausgang. Dadurch qualifiziert sich der Hokkaido nicht als einfacher Ersthund und sollte nur bei erfahrenen Hundehaltern ein zu Hause finden.

Erziehung des Hokkaido

Aufgrund seiner traditionellen Rolle als Jagdhund hat der Ainu-Hund nach wie vor einen ausgeprägten Jagdtrieb. Bei der Erziehung sollten Sie darauf achten, nicht allzu viel Härte zu zeigen, da Ihr Hokkaido darauf sehr empfindlich reagiert. Besser funktioniert eine positive Erziehung über Belohnungen. Grundsätzlich benötigt der Hund aber Geduld und Konsequenz in der Erziehung, da er nur eine starke Leitperson als Rudelführer akzeptiert.