Hunderassen

Der Ogar Polski, auch Polnische Bracke genannt, ist eine in Deutschland noch recht unbekannte Rasse. Die Vertreter dieser Art sind kräftig gebaut und stechen durch die gold-rotbraune Färbung und den markanten aber edlen Kopf hervor. Ogars besitzen einen starken und kompakten Körperbau, der ihnen Kraft und Ausdauer verleiht, weniger aber Schnelligkeit. Das ruhige Auftreten dieser Tiere wird durch die schräg liegenden, sanften Augen noch unterstrichen.

Charakter der polnischen Bracke

Seine Gelassenheit und Ruhe machen diesen Vierbeiner zu einem idealen Familienhund. Durch sein ruhiges und angenehmes Wesen kann er sich gut in die Familie integrieren. Gleichzeitig ist er sehr verspielt und braucht sehr viel Zuneigung, die er aber genauso gern wieder zurückgibt. Mit Kindern geht dieser Hund sehr liebevoll um, jedoch sollten Sie Ihrem Vierbeiner das richtige Verhalten mit den jüngsten Familienmitgliedern früh beibringen. Fremden gegenüber verhält er sich eher reserviert und zurückhaltend, vor allem im eigenen Zuhause. Er ist jedoch sehr intelligent und merkt schnell, ob der Besucher von der Familie freundlich aufgenommen und akzeptiert wird und verhält sich auch dementsprechend ruhig. Lernt er mit der Zeit Ihre guten Freunde und Bekannte kennen, können diese sich auf eine stürmische Begrüßung gefasst machen! Diese Hunderasse handelt weder hektisch noch reagiert sie nervös, sein Verhalten ist vielmehr mit Entschiedenheit zu vergleichen.

Möchten Sie sich einen Ogar Polski als Zweithund anschaffen, steht diesem nichts im Wege: Aufgrund seiner Vergangenheit als Meutehund verträgt sich diese Rasse auch sehr gut mit anderen Hunden

Haltung eines Ogar Polskis

  • Ziehen Sie einen Ogar Polski als Zweithund in Erwägung, ist der Mehraufwand nicht zu unterschätzen! Dieser Hund ist äußerst aktiv und braucht viel Bewegung. Deshalb sollten Sie regelmäßige Spaziergänge einplanen und ihn auch sonst häufig beschäftigen, ansonsten droht Langeweile.
  • Ebenfalls seine Herkunft als Jagdhund kann nicht verleugnet werden. Sein Jagdtrieb ist jedoch eher moderat ausgeprägt, sodass Sie diesen mit genügendem Engagement und Konsequenz in den Griff bekommen können.

Sollten Sie sich für solch einen Hund entscheiden, werden Sie es nicht bereuen. Diese Hunderasse braucht zwar sehr viel Zuwendung und Aufmerksamkeit, jedoch gibt er Ihnen diese gern wieder zurück. Obwohl der Ogar Polski in der Vergangenheit oft als Jagdhund gebraucht wurde, besitzt er ebenso eine sehr ruhige und sanfte Weise, durch die er sich auch für den Einsatz als Therapie-Hund eignet.

Old English Sheepdog

Der Old English Sheepdog oder Bobtail wurde zum ersten Mal in England gezüchtet und gehört vermutlich zu den Hütehunden. Die Tiere haben ein sehr langes, weiches Fell, das auch das Gesicht und die Augen bedeckt. Sie sind groß und an ihrem charakteristischen Fell sofort zu erkennen. Ihre kleinen Ohren liegen flach am Kopf an. Der namensgebende Stummelschwanz ist nur bei einigen Tieren angeboren. Old English Sheepdogs erreichen eine Größe von 61 cm , wobei die Weibchen ein wenig kleiner sind als ihre männlichen Artgenossen. Ihr Körper ist kurz und kompakt und sie weisen ein Gewicht um 45 kg auf. Die Fellfarben variieren stark und können folgende Farbtöne annehmen:

  • Grau
  • Schwarz
  • Schwarz-blau
  • Grau-weiß
  • Weiß

Zucht und Herkunft

Die genaue Herkunft der ersten Bobtails ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Hunde, die in einigen frühen Gemälden aus dem 18. Jahrhundert auftauchen, werden heute für Old English Sheepdogs gehalten. In der Öffentlichkeit ließen sich die Altenglischen Schäferhunde das erste Mal 1873 bei einer Hundeshow in Birmingham registrieren, auf der ein Old English Sheepdog den zweiten Platz erhielt. Ursprünglich wurde er von Farmern dazu eingesetzt, Rinder und Schafe zum Markt zu begleiten. Ende des 19. Jahrhunderts begann der Export dieser Hunderasse in die USA. Sie wurde ein Wahrzeichen für die Reichen und Mächtigen der USA. Der Old English Sheepdog gilt als ziemlich gesunde Rasse, ist allerdings vom MDR1-Defekt betroffen, der eine Empfindlichkeit oder Überempfindlichkeit für bestimmte Medikamente auslöst.

Verhalten und Wesen

Grundsätzlich sind Bobtails nie nervös oder aggressiv. Sie haben ein ausgesprochen ausgeglichenes Gemüt und eignen sich daher ideal als Familienhund. Sogar Fremden gegenüber sind sie in der Regel freundlich und aufgeschlossen. Deshalb können auch Hundeanfänger sich an den Tieren versuchen. Der Altenglische Schäferhund liebt die Gesellschaft und kommt auch gut mit anderen Hunden zurecht. Er ist intelligent und sozialverträglich. Aufgrund seiner Intelligenz und seines Bewegungsdranges ist der Bobtail auch sehr gut für Hundesportarten wie zum Beispiel Agility und Obedience geeignet: Da es viel Energie besitzt und sehr aktiv ist, Ihr Tier braucht viel Bewegung und will auch mental gefordert werden. Er möchte sich nicht langweilen oder ohne Aufgabe sein. Aufgrund seines hohen Aktivitätsgrades sollten Sie das Spielen zwischen Ihrem Hund und Ihren (Klein)Kindern immer beaufsichtigen. Durch seinen Drang, Herden zu hüten, kann es vorkommen, dass er sich bewegende Objekte „hüten“ möchte. Passen Sie daher bei fahrenden Autos gut auf, denn Unfälle mit Autos sind eine der häufigsten Todesursachen dieser Hunderasse.

Podhalaner

Der fast vergessene Hirtenhund

Der Polski Owczarek Podhalanski oder kurz Podhalaner zählt zu den weniger bekannten Hunderassen. Die großen weißen Hunde sind eine sehr alte Rasse, die ursprünglich zum Hüten von Schafherden gezüchtet wurde. Sie stammt aus der Region Tatra, weswegen die Hundeart neben einigen weiteren Namen auch oft als Tatrahund bezeichnet wird.

Der polnische Begriff Polski Owczarek Podhalanski bedeutet so viel wie “Polnischer Schäferhund aus Podhale”. Heute ist der Podhalaner der Nationalhund Polens. Während es in Deutschland nur rund 250 angemeldete Tatrahunde gibt, liegt die Zahl in den Niederlanden etwas höher. Mit ca. drei Jahren ist der Schäferhund vollständig ausgewachsen und kann bis zu 70 cm hoch und 60 kg schwer werden. Sein selbstreinigendes Fell macht den Podhalaner zu einem pflegeleichten Weggefährten und das lange Haar schützt den Hund auch an nassen und kalten Tagen.

Das Wesen des Podhalaners

Da er als Herdengebrauchshund gezüchtet wurde, eignet sich der Podhalaner von Natur aus als zuverlässigen Wächter. Auf sein Rudel und seine Familie gibt er wachsam Acht. Fremden gegenüber verhält er sich abweisend und misstrauisch. Zu denjenigen, die er kennt, ist der polnische Hund überaus freundlich, verspielt und verschmust und lässt keine Kuschelstunde aus. Der Tatrahund geht gerne spazieren, muss aber keinen Marathon laufen. Ein eingezäunter Garten, in dem er sich frei bewegen kann, eignet sich für die Haltung eines solchen Hundes am besten. Der Jagdtrieb ist beim Podhalaner kaum bis gar nicht ausgebildet. Er besitzt ein sanftes Wesen und lässt sich nicht gerne auf Kämpfe ein, obwohl er sehr mutig ist – seine Familie wird er kompromisslos beschützen.

Der Podhalaner als Familienhund

Der Podhalaner eignet sich hervorragend als Familienhund. Wächst er mit Kindern auf, so wird er für diese immer ein verlässlicher Beschützer und Kamerad sein. Trotzdem muss er aufgrund seines Wesens eine gute und konsequente Erziehung genießen. Die Behauptung, dass Hirtenhunde sich nicht erziehen lassen, trifft nicht zu: Der polnische Schäferhund lernt schnell, ist sehr arbeitswillig und behält das Gelernte in der Regel auch sehr lange. Mit dem Tier zu arbeiten, zum Beispiel im Hundesport, ist für Mensch und Hund eine willkommene Abwechslung, aber nicht zwingend notwendig. In Polen werden die Hunde aufgrund ihrer Fähigkeiten vielseitig eingesetzt als:

  • Rettungshund
  • Blindenführhund
  • Fährtenhund

Durch ihren angeborenen Trieb, alles zu bewachen, eignen sich die Podhalaner auch ideal als Hofhunde oder zur Bewachung größerer Grundstücke und gleichzeitig als Kuschelhund für die ganze Familie. Für den Tatrahund ist seine Familie das Wichtigste. Auch ausgewachsene Hunde sind begeisterte Spieler und wollen am liebsten den ganzen Tag toben, verwöhnt und geknuddelt werden.

Podhalanski

Der “Polnische Schäferhund aus Podhale”, wie der Polski Owczarek Podhalanski aus dem polnischen übersetzt heißt, ist ein umgänglicher und zuverlässiger Hund. Weitere Bezeichnungen sind unter anderem Tatrahund, Tatra-Hirtenhund und Polnischer Berghund. Sein besonderes Merkmal ist das imposante Äußere, seine buschige Rute und das weiße, flauschige Fell.

Die richtige Fellpflege

Der Polski Owczarek Podhalanski, der abgekürzt auch einfach nur Podhalaner genannt wird, besitzt langes, regenfestes Fell mit weicher Unterwolle. Das Besondere: Das Fell des Tatrahundes ist selbstreinigend und neigt nicht zum Verfilzen. Somit ist das Haar des Tieres überaus pflegeleicht.

Das Wesen des weißen Schäferhundes

Der polnische Hirtenhund ist von seinem Wesen her überaus sanftmütig, aber auch selbstständig und selbstbewusst. Dies leitet sich vor allem aus seiner Verwendung als Herdenschutzhund ab – oft wurden die Podhalaner mit der Herde allein gelassen und übernahmen die Aufgabe des Schutzes der anderen Tiere. Das heißt aber auch, dass sie die Herde selbstständig gegen Angreifer verteidigen. Allerdings ist der Polski Owczarek Podhalanski kein Hund, der aktiv auf Bedrohung zugeht, solange es sich vermeiden lässt. Denn er besitzt trotz allem eine sehr hohe Reizschwelle.

Die Erziehung des Polski Owczarek Podhalanski

Aufgrund seines eigenen Charakters ist die Erziehung des Podhalaners nicht ganz einfach, mit ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen wird aus dem großen Hirtenhund jedoch ein Kuschelfreund für die ganze Familie. Als die größte Schwierigkeit in der Erziehung erweist sich wohl der Widerwillen der Tiere, sich unterzuordnen. Die Neigung zu Dominanz ist bei Hunden dieser Rasse angeboren und macht es dadurch zuweilen im Umgang mit anderen Artgenossen recht kompliziert. Wird ein Tatrahund allerdings von klein auf gut sozialisiert, stellt dies im Erwachsenenalter kein Problem mehr dar. Als Besitzer brauchen Sie nur ein gewisses Maß an Durchsetzungsvermögen, um dieses Ziel zu erreichen. Damit es später zu keinen Missverständnissen innerhalb der Rangordnung zwischen Mensch und Hund kommt, müssen Halter ihren Hund so früh wie möglich konsequent und geregelt erziehen. Das Vorurteil, Hirtenhunde ließen sich nicht erziehen, bestätigt sich beim Polski Owczarek Podhalanski in keinem Fall.

Wesen des polnischen Hirtenhundes

Die Rasse zeichnet sich besonders aus durch:

  • Ihr sanftes Wesen
  • Ihre Achtsamkeit
  • Verspieltheit auch im Erwachsenenalter
  • Ihre hohe Auffassungsgabe
  • Ihre Lernfreudigkeit

Geeignet ist der Podhalaner natürlich auch als Hofhund. Er ist gerne draußen und in der freien Natur, ist aber kein sehr ausdauernder Läufer. Viel lieber hat er es, in der Nähe seiner Menschen zu sein. Denn auf die täglichen Kuschelstunden und Spieleinheiten möchte der sanfte Riese auf gar keinen Fall verzichten. Einen Jagdtrieb besitzt der Polski Owczarek Podhalanski kaum bis gar nicht, weshalb der Spaziergang mit diesen Tieren sehr angenehm ist.

Pyrenäenberghund

Der intelligente Hirtenhund Chien de Montagne des Pyrénées oder Patou stammt ursprünglich aus dem französischen Teil der Pyrenäen und sorgte dort für den Schutz der ihm anvertrauten Herden. Oft lebten die Hunde hier sogar über Tage hinweg allein mit den Herden, sodass sie auch für die eigenständige Arbeit ohne den Menschen ausgebildet wurden. Erstmalige Erwähnung findet die Rasse des Berghundes im 15. Jahrhundert, in dem sie als Wächter in den Schlössern der Pyrenäen diente. Heute ist der Patou eher Begleithund und Familienhund, wobei der Schutztrieb immer noch einen Teil seines Wesens ausmacht.