Hunderassen

Wissenswertes

Ein typischer Korea Jindo Dog ist seinem Besitzer gegenüber äußerst loyal, sehr zutraulich und baut schnell eine enge Bindung auf. Er verteidigt Haus, Hof und Familie, weshalb er auch gerne als Wach- und Schutzhund eingesetzt wird. Besonders wichtig ist eine frühe Sozialisierung mit anderen Menschen, Kindern und Haustieren, da er neben einem ausgeprägten Jagd- und Wachtrieb auch ein starkes Schutzverhalten zeigt. Da Jindos relativ viel Zeit brauchen, um sich an ihre Besitzer zu gewöhnen, sollten Sie darauf achten, so schnell wie möglich eine enge Bindung aufzubauen. Unter anderem wurde die Rasse auch im Militär eingesetzt, da sie nicht nur die Fähigkeit besitzt, über mehrere hundert Kilometer nach Hause zu finden, sondern sich angeblich auch an mehr als 30.000 unterschiedliche Gerüche erinnern kann. Er verbindet auf eine elegante Weise die ursprüngliche Kraft und Anmut eines Wildhundes mit der sozialen Art eines Haus- und Familienhundes.

Die Geschichte des Korea Jindo Dogs

Die genaue Herkunft des Hundes ist bis heute unbekannt, doch die Mehrheit der Theorien besagt, er stamme ursprünglich aus Korea. Über viele Jahrhunderte war der Jindo, welcher nach der gleichnamigen Insel im Südwesten Koreas benannt ist, nur dort verbreitet. In den Dreißigerjahren wurde der Hund von einem japanischen Professor entdeckt, welcher der imperialen Regierung empfahl, den Jindo zur Liste der geschützten Arten hinzuzufügen. 1938 wurde die Rasse dann zum Nationaltier erklärt und unter Natur- und Artenschutz gestellt. Trotz des Verbots, den Hund aus Korea zu exportieren, brachten Korea-Amerikaner die Tiere in den Achtzigerjahren in die USA.

Aussehen des Korea Jindo Dogs

Diese Hunderasse weist eine Varietät an Fellfarben auf, von Gold-Orange über Schwarz-Braun bis zu Reinweiß und Wolfsgrau. Allerdings erkennt das japanische Gesetz nur weiße und rote Jindos als natürliches Denkmal an. Jindos haben mittellanges, raues Fell, das leicht absteht. Die Unterwolle ist dabei heller als das Deckhaar. Die Erscheinung der Koreaner ist außerdem geprägt von einem spitztypischen Kopf und kleinen, sehr beweglichen, dreieckige Stehohren. Meist sind die kleinen mandelförmigen Augen der Tiere braun. Es gibt jedoch mitunter Jindos mit rötlichen Augen, die als gute Jäger gelten. Ihre Rute wird geringelt oder sichelartig über dem Rücken getragen.

Rassemerkmale

  • mittelgroß
  • Schulterhöhe zwischen 50 und 55 cm
  • Idealgewicht zwischen 22 und 23 Kilogramm
  • kräftige Statur ähnlich dem Spitz
  • robust und beweglich
  • freundlicher, höflicher und energischer Ausdruck
  • lernfähig, intelligent
  • Wachtrieb, Jagdtrieb

Der Kanaanhund oder Canaan Dog hat seinen Ursprung in Israel und gehört zur Familie der Spitze. Diese Rasse wurde in den 1930er-Jahren von einer Verhaltensforscherin, Rudolphina Menzel, aus wildlebenden Pariahunden domestiziert und gezüchtet. Der Ursprung dieser Rasse macht sie zu intelligenten und selbständigen, aber auch vorsichtigen Hunden.

Kurzbeschreibung

  • Stockmaß: 50 bis 60 cm
  • Gewicht: 18 bis 25 kg
  • Fell: dichtes, kurzes bis mittellanges Fell; sandfarben bis rotbraun, weiß, schwarz, gefleckt
  • Körperbau ist dem Wildhund sehr ähnlich
  • Rute wird eingerollt über dem Rücken getragen
  • Lebenserwartung: ca. 15 Jahre

Der Charakter des Kanaans

Durch die noch relativ kurze Domestikation des Kanaans zeigen diese Hunde noch sehr viele ursprüngliche Verhaltensweisen. So zeichnet diese Rasse beispielsweise ein sehr ausgeprägtes Territorialverhalten aus. Wohnung, Haus, Garten oder auch die Spielwiese werden schnell als Eigentum betrachtet und andere Hunde werden dort wenig toleriert. Grundsätzlich kann der Kanaanhund auf andere Artgenossen aggressiv reagieren, wobei natürlich jedes Tier verschieden ist. Sie müssen Ihren Hund einfach genau beobachten und kennenlernen, sodass Sie wissen, welche anderen Hunde akzeptiert werden und welche nicht. Menschen gegenüber ist diese Rasse nicht aggressiv, jedoch zuerst sehr misstrauisch vor allem Fremden gegenüber. Diese Hunde sind äußerst wachsam, haben einen ausgeprägten Schutztrieb und passen sehr gut auf ihre Familie und ihr Territorium auf. Hat der Kanaan den Eindruck, dass Gefahr besteht, macht er dies zunächst durch Bellen deutlich. Erst in letzter Instanz geht er zum Angriff über. In einem Hund dieser Rasse haben Sie einen äußerst treuen und loyalen Begleiter. Allerdings handelt es sich um sehr eigenständige Hunde, die zwar durchaus die Nähe und Verbundenheit zu ihrem Besitzer genießen, aber auch gerne für sich sind.

Sie dürfen von ihrem Hund keine blinde Unterwürfigkeit erwarten, ein Kanaan sieht in Ihnen eher seinen Partner als seinen Ranghöheren. Wenn Sie dies berücksichtigen, wird sich eine sehr enge Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund entwickeln können. Der Kanaanhund braucht eher einen erfahrenen Hundehalter. Die Hunde müssen bereits sehr früh und mit viel Geduld sozialisiert werden, sodass sie ihre Scheu verlieren und eine gute Bindung zu ihrer Familie aufbauen. Auch sollten Sie viel Zeit haben, um sich mit Ihrem Kanaan zu beschäftigen, da die Tiere sehr sportlich sind und viel Bewegung und Auslauf brauchen. Rassetypische Gesundheitsprobleme gibt es nicht, da es sich um eine verhältnismäßig junge Rasse handelt und die Hunde dem Wildtyp noch sehr ähnlich sind.

Korthals Griffon

Die Urspünge dieses Griffons liegen in Deutschland und seinen Namen hat er von dem Niederländer Eduard Korthals, der diese Rasse im 19. Jahrhundert aus verschiedenen europäischen Hunderassen heraus gezüchtet hat. Der Vorstehhund zeichnet sich durch die folgenden Wesensmerkmale aus:

  • Intelligent
  • Leicht zu führen
  • Zuverlässig

Schätzen Sie diese Eigenschaften in einem Hund, wäre der Griffon vielleicht die richtige Wahl für Sie.

Aussehendes Griffon

Der Griffon hat eine Widerristhöhe von etwa 50 bis 60 cm und wiegt ca. 23 bis 27 kg. Er hat struppiges braunes oder graubraunes Fell. Die Augenbrauen des Korthals Griffon sind buschig und um den Fang trägt er einen etwas längeren Bart. Der Körperbau ist kräftig.

Charakter - eine Wasserratte zum verlieben

Diese Hunderasse ist sowohl ein ausgezeichneter Jagd- und Vorstehhund, als auch ein treues Familienmitglied. Auf der Jagd handelt er konzentriert und bedacht und möchte seinem Besitzer immer alles recht machen. Dabei zeigt er jedoch keinen blinden Gehorsam, sondern ist durchaus in der Lage, eigenständig zu denken. Daher wird er auch gerne zur Jagd auf Wildschweine eingesetzt. Der Griffon ist äußerst wasseraffin und liebt das Schwimmen. Aber er ist nicht nur ein sehr geeigneter Jagdhund, sondern auch ein ausgesprochener Familienfreund.

Die richtige Haltung

Die Rasse sollte nicht draußen gehalten werden, denn der Griffon braucht engen Kontakt zu seiner Familie, wobei er sich auch gut mit Kindern versteht. Generell ist es wichtig, diesen Hunden ein geregeltes Umfeld und gewisse Rituale zu geben, da sie sehr sensibel und feinfühlig sind. Sie sollten einen Griffon nicht unbedingt überall mit hinnehmen. In der Stadt mit vielen Menschen oder in einem großen Getümmel wird sich das Tier nicht wohlfühlen. Sollten Sie Ihre Freizeitaktivitäten gerne im Grünen abhalten, wird sich Ihr Griffon freuen, Sie begleiten zu dürfen. Diese Hunde brauchen viel Auslauf und Beschäftigung und lieben es, draußen in der Natur mit ihrem Halter zu arbeiten und trainiert zu werden.

Die Erziehung des Griffon

Da der Griffon zu einem gewissen Ausmaß ihr Wohlwollen sucht, lässt er sich relativ leicht erziehen. Aufgrund seiner Intelligenz macht er sich aber über jede Aufgabe seine Gedanken und versucht, sie richtig umzusetzen. Darin stimmt er jedoch nicht immer mit der Intention des Halters überein. Sollte das Verhalten Ihres Griffons einmal unerwünscht sein, müssen Sie ihn sanft davon abbringen. Ein scharfer Ton kann dieser sensiblen Rasse mitunter schwer zu schaffen machen.

Pflege des französischen Vorstehhundes

Ein besonderes Augenmerk sollten sie auf die Fellpflege richten. Das raue Fell des Griffons neigt dazu, zu verfilzen, er muss also regelmäßig gebürstet werden. Vor allem am Bart bilden sich oft Fellknoten, die für den Hund sehr unangenehm werden können. Darüber hinaus müssen die Ohren regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

Der Kroatische Schäferhund oder auch Hrvatski ovčar stammt, wie der Name bereits verrät, aus Kroatien nahe der ungarischen Grenze und wird dort vornehmlich als Hütehund eingesetzt.

  • Schulterhöhe: 40 bis 50 cm
  • Gewicht: 13 bis 16 kg
  • Fell: schwarz, am Rumpf mittellang und gelockt, am Kopf und den Beinen kürzer, an den Ohren fransig, weich
  • Lebenserwartung: ca. 12 Jahre

Charakter des Schäferhundes

Als Hütehund ist der Hrvatski ein zuverlässiger und treuer Begleiter. Dabei beschützt er nicht nur verlässlich Tierherden, sondern auch seine Familie und sein Territorium. Allerdings möchte er wie jeder andere Hütehund gerne und viel beschäftigt werden und braucht eine feste Aufgabe. Kann er bei Ihnen zu Hause keine Schafe oder Rinder hüten, wird er dieses Verhalten einfach auf Sie, Ihre Familie und andere Haustiere projizieren. Der Kroatische Schäferhund ist dann glücklich, wenn seine „Herde“ zusammen ist. Das macht ihn zu einem sehr guten Familienhund, der gerne mit Kindern spielt.

Die optimale Erziehung

Diese Hunde sind sehr gelehrig, setzen gelernte Kommandos äußerst schnell um und wollen immer gerne alles richtig machen. Jedoch ist es der Hrvatski als Hütehund gewohnt, auch eigenständige Entscheidungen zu treffen. Daher braucht er eine erfahrene und konsequente Hand, die ihn führt und ihm sagt, was er tun darf und was nicht. Andernfalls ist es möglich, dass er auch einmal Entscheidungen trifft, die Ihnen nicht gefallen.

Was ist bei der Haltung zu beachten?

Kroatische Schäferhunde sind gerne draußen und brauchen sehr viel Platz, um sich frei bewegen zu können. Sie wünschen sich ein Grundstück, das sie bewachen können. Diese Rasse hat einen starken Bewegungsdrang, den Sie am besten mit langen Spaziergängen, Radtouren oder Wanderungen befriedigen sollten. Geben Sie Ihrem Hund die Möglichkeit, seine Umgebung zu erkunden und sich auszutoben. Am wohlsten fühlt sich der Hrvatski auf dem Land; in der Stadt wird diese Rasse nicht glücklich, da nicht ausreichend Bewegungsfreiheit für sie vorhanden ist.

Der Kroatische Schäferhund ist kein Schoßhund, der ständig an der Seite seines Besitzers ist. Diese Hunde sind eigenständig und regelrechte Arbeitstiere. Das heißt aber nicht, dass sie es nicht genießen, gestreichelt und gelobt zu werden. Vorausgesetzt, Sie waren vorher einige Zeit mit ihnen im Freien. Wozu sich die Tiere auch hervorragend eignen, sind verschiedene Hundesportarten, wie beispielsweise Agility. Hier können sich die Hunde sowohl körperlich als auch geistig verausgaben und werden nach einem anstrengenden Trainingstag glücklich und zufrieden mit Ihnen nach Hause gehen. Da diese Rasse ein etwas längeres Fell hat, ist es wichtig, sie regelmäßig zu bürsten.